sche Christenthum in den Grund und Boden gerissen,läßt er sich mit ridicülem Pathos S. 138 also vernehmen:»Ja, das wahrhaft biblische Christenthum wirdbestehen! — In ihm liegt die ewige Wahrheit, undnoch vermogte weder Zweifel noch Unglaube dasselbezu erschüttern, und jede redliche Forschung hat immer nurzu seiner höheren Bestätigung geführt. Gegen diesesreine biblische Christenthum ist auch unsere Zeitge-nossenschaft durchaus nicht eingenommen, im Gegen-theile, eben dieses will sie haben; sie will es in mög-lichster Reinheit (Purisication oder Integrität?) undLauterkeit (rationalistischer Verwaschenheit?) besitzen.« —Paniel fährt S. 139 fort: »Wir fragen, ob wir dennbeabsichtigen können (?), unser eigenes Amt, unsere ganzeGeltung und Wirksamkeit vor der Welt zu ver-nichten, indem wir darauf ausgingen, der Christenheitdie Grundlage unserer (?) Predigten, das Evan-gelium zu verdächtigen? — Wir beabsichtigen im Ge-gentheil, die unter dem Schütte menschlicher Satzun-gen halbvergrabene christliche Wahrheit wiederauf den Leuchter zu stellen u. s. w.« — So vr.Paniel! Wer traut seinen Augen? Hier erreicht die Hy-pocrisie des Mannes ihren Gipfelpunkt. Nachdem er ebenerst, wie ihm nachgewiesen worden, sowohl die göttlicheUnfehlbarkeit der Schrift, als die sämmtlichen Grund-lehrcn des biblischen Christenthums entschieden ver-neint hat, kann er es über sich gewinnen, plötzlich wiederin der Rolle eines Freundes, ja Vertheidigersdes letztern aufzutreten, und von einem gleißncrischen Pha-risäermantel die Wiederherstellung des Verlornen Ruhmschristlicher Rechtsinnigkeit zu hoffen! —Wo ist das Publi-kum, das er durch solche plumpcnHiftrionenkünstetäuschen zu können meint? — Setzt er dasselbe bei denBremern voraus, so mögen diese sich fragen, werihren Verstand und ihre Bildung vor dem Auslande
Druckschrift
Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
Seite
289
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten