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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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blöd et sich nicht, in gröblichster Uebertrctung des neun-ten Gebotes: »Du sollst kein falsch Zeugniß reden widerdeinen Nächsten!« und unter Exclamationcn und Geberden,die an die hypocritische Bestürzung des Hohenpriesters Cai-phas (Matth. 26. 65) gemahnen, wiederholt (U. B. S. 8.16. 36. 33) und öffentlich »vor der Gemeine zu St.Ansgarii, der Stadt Bremen, ja vor ganz Deutsch-land,« mich zu bezüchtigcn: »Ich hätte allerdings,da ich zum zweiten Male in Bremen die Kanzel betrat, umden erwähnten Vorgang gewußt, und meine »Be-theurung« sey mithin nichts anderes, als eine »denehrwürdigen Stand, dem auch ich angehöre, starkbefleckende Denegation, das heißt: ein Meineid!« Daß, wo die gegnerische Polemik gewissenlos bis zumGebrauche so verworfener und von Gott und aller Weltgebrandmarkter Vertheidigungsmittel heruntersinken kann,alle Discussion aufhört, und der Streit beendigt ist,sieht ein Jeder ein, gleichviel, ob Rationalist, obGlaubig. Ich breche darum hier auch, indem ichübrigens die »Betheuerung« der Replik mit Nachdruckwiederhole, wenigstens diesen traurigen Artikel ab, benutzejedoch die Gelegenheit, um meinen Lesern schließlich nocheine Probe der verlogenen Taktik jener Menschen, undzwar aus einem andern, jedoch mit dem panielschen ausgleichem Geiste geflossenen Pamphlete vorzuführen. Indem jämmerlichen Libell »Paulus in Bremen.« (Hanau1841.) heißt es S. 26 mit dürren Worten: »FriedrichWilhelm Krummacher hatte sich um eine erledigtePfarrstelle bei St. Ansgari i-G e meine beworben.Man hatte ihm diese Stelle versagt, und stattseiner einen freisinnigen Badensischen Geistli-chen berufen. Jetzt tritt Friedr. Wilh. Krum-macher in derselben Gemeine, die ihn nicht an-nehmen wollte als Lehrer, als Gast mit seinenLehren auf: das ist ohne Takt.« Wie würde P a-