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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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so roh und taktlos die »gebildeten Bremer« heraus-gestrichen! Wie erbärmlich nimmt sich die affectirte Weh-klage aus, daß durch das »Glaubensbekenntniß derZwei und zwanzig Prediger die Bildung Bremens vordem Auslande compromittirt worden sey!« Wie empö-rend ist das hypocritische Vorgeben, daß ihm nur »derWunsch, jene Stadt auch auswärts geachtet und ge-ehrt zu sehen,« die Feder führe! Der Freund, dessen ichvorhin schon gedachte, begleitete diese erbärmliche LaMtiobeinzvolentiao mit der treffenden Glosse: »Wenn ein Theo-loge einer Stadt etwas Gutes wünschen will, so klingt:»Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi, die Liebe Gottes,die Gemeinschaft des heiligen Geistes, sey mit uns Allen,Amen!« unendlich lieblicher, würdiger, standsgemäßerund tröstlicher, als diese provocirte Achtungund Ehre bei denen, die da draußen sind«; und ich meine, daß unter den Bremern selbstsich nur Wenige finden dürften, die dieser Bemerkung nichtihre volle Zustimmung ertheilen werden. Freilich hatauch das nur zu viel Wahrheit, was kürzlich in der »Zeit-schrift für Protestantismus und Kirche« (1840. Nr. 10)von dem Referenten über eine im Hamburger Kirchen-strcit erschienene, und von einem ähnlichen Geiste, wie derpanielsche, beseelte Broschüre bemerkt ward. »DerVerfasser,« sagte er, »hofft, daß Hamburg nach dem Bei-spiele Badens und der Stadt Genf den »Symbolen-zwang« für die Geistlichen aufheben werde, wobei dennnatürlich den Behörden und der Bürgerschaftdie gehörigen Complimcnte über ihren, dem»Vorschreiten« geneigten Geist insinuirt wer-den. Dies Verfahren ist aber allerdings einprobates Mittel. Denn es herrscht in unsererZeit ein solch geckenhaftes Wesen, daß man durchComplimente über Freisinnigkeit, Fortschritt,Aufklärung und dergleichen die Leute zu den

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