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werden soll, wie die eigentlichen Anfänge des sogenanntenPietismus im Heidenthum liegen!« — Eine neueEntdeckung also! — Vor Franke und Spener schonein Pietismus! Und der Pietismus gar im Hei-denthum wurzelnd !— Die Theologie, die Archäo-logie, die Geschichte — alle Wissenschaften werden die-ser panielschen Schrift mit kaum zu ertragenderUngeduld entgegensehen! — S. 15 hören wir, Panielhabe in seinen Controverspredigten für seine aufgestelltenBehauptungen Beweise gegeben. Wir gestehen, daßwir diesen »Beweisen« eben in dieser seiner Versiche-rung S. 15, sie gegeben zu haben, zum ersten Mal be-gegnen. S. 66 gibt Paniel die Erklärung ab, wie esihm ein Geringes seyn würde, exegetisch darzuthun, daßdie von mir als Parallelstellcn des paulinischen Anathe-mas beigebrachten Citate als solche gar nicht geltenkönnten. Nun, hier war Rhodus; warum sprangmein Gegner nicht? — Seite 21 rühmt sich Paniel,die St. Ansgarii-Gemeine zu Bremen auf seiner Seitezu haben. Ich fürchte, ein sehr bedeutender Theil dieserGemeine dürfte sich für die Ehre schön bedanken, alsComplicen des panielschen Rationalismus vor der zuneuem Leben erwachenden deutschen Kirche sich prostituirtzu sehen. — S. 140 und 141 wird aus dem Umstände,»daß die rationalistische Denkweise diejenigeder Mehrzahl der Zeitgenossen sey,« der Schlußgemacht, sie sey darum auch die rechte und die wahre.Einer unsrer großen Dichter stellt die Richtigkeit jenerFolgerung in Zweifel, und sagt:
„Die Mehrheit?
„Was ist Mehrheit? — Mehrheit ist der Unsinn;
„Verstand ist stets hei Wenigen nur gewesen!"
Derselbe räth in einem bekannten Distichon:
„Kannst du nicht Allen gefallen durch deine That und dein Kunstwerk;
Mach' es Wenigen recht; Vielen gefallen ist schlimm."
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