bulösen Trilogie muß sich das ganze Evangelium nolonsvolens zersetzen lassen. Und als über eine erlittene Unbildeschreit der Mann, als über eine ihm widerfahrne Verkcn-nung und ungerechte Verketzerung, daß man seinen »Pre-dig tentwürfcn« das Prädicat biblisch und christ-lich versagen wolle, da denselben ja überall jene religiöseGedankentrias zum Grunde liege. Gleich als wäre dasdas Eigenthümliche des Christenthums, daß es ganzallgemein einen Gott lehre, die Tugend empfehle, dieUnsterblichkeit der Seele verkünde! Begriffe, dieauch schon bei den Philosophen des heidnischen Alterthumsvorgefunden werden, und welche allerdings, wenn auch inschwankender und mehr oder minder getrübter Gestalt, zumInhalt des allgemeinen menschlichen Bewußtseins gehören!— Aber es versteigen sich auch die panielschcn Ansprücheüber Dasjenige nicht hinaus, was die natürliche Ver-nunft schon darzubieten hat, und nur, sofern er dasim neuen 'Testament wiederfindet, ist das neue Testamentihm Wahrheit und Gottes Wort; wahrend es ihm inallem klebrigen als Ausdruck rein subjectiver, indivi-dueller und temporärer Anschauungsweisen hinfallt.Die Vernunft ist ihm die Nichtcrin der Schrift. Dieletztere darf sich nicht anmaßen, etwas lehren zu wollen,das nicht jene schon zu ihr mitbrächte. Wo die Schriftmit Neuem, d. h. nicht auch schon zum Inhalt der allge-meinen Vernunft Gehörigem hervortritt, hört sie auf, Normdes Glaubens zu seyn. So hat denn Paniel in Folgedieses Princips, wie der beturbante Anhänger des Islam,nur einen einsamen Gott im Himmel, »der keinenSohn hat.« Der »Dreieinige« ist ihm eine Ausge-burt düstrer Scholastik; die»Gotrheit des ewigen Sohns«ein Wahn; der »heilige Geist« die Personificationeiner namenlosen, aber immer doch rein menschlichen In-telligenz und Influenz. — Er weiß von keinem Heilande,als einem menschlichen, der nur durch Unterricht und Bei-
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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