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spiel von Un wis senh eit und Ab er g lau den erlöset«. Einmöglichst legales Verhalten nach den moralischen Vorschrif-ten, nach den Sittenlehren Jesu ist ihm die ganze Bedingungdes Wohlgefallens Gottes an den Menschen und der Seligkeitder letztern. — Der Mensch ist nach Paniels Dogmatikals Selbstfchöpfer der von Gott geforderten Gerechtigkeit,und als Selbstversöhner seiner Uebertretungen und Sündensein eigner Heiland, Fürsprecher und Mittler. Eine stell-vertretend erworbene Gerechtigkeit gibt's für ihn nicht.Des Menschen eigene Werke bilden seiner Hoffnung Grund.Hatte man deren jedoch nicht eben eine große Summeaufzuweisen, so würde auch das nicht gar zu viel verschla-gen. Gott schließt alsdann ein Auge, und bringt derCreatur zu Lieb die Vollkommenheiten seiner Gerechtigkeit,Heiligkeit und Wahrheit, seiner Barmherzigkeit zum Opfer.Nach dem Kern der Werke darf der Richter auch nichtzu strenge fragen; das Farbenspiel der Schaale muß ihmgenug seyn. Wiedergeburt, Erneuerung, Heiligung durchden Geist der Gnade sind Paniel'n apocryphische Be-griffe, welche er zu der Alltagsvorstellung einer gemeinen»Besserung« verwascht und abschwächt. — Vom Wesendes Glaubens und seiner Kraft hat er keine Ahnung.Der betende Verkehr mit Dem, der da sprach: »Wozwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da binich mitten unter ihnen,« heißt ihm Christolatrie. — Anobjective G e b cts erhö ru ng cn scheint er überhaupt nichtzu glauben; denn wie wüthig und kaum seiner selbst mehrmachtig fahrt er (S. 123) bei der in einer meiner Pre-digten enthaltenen Bemerkung auf, daß den Gläubigenin einem gewissen Sinne ein Antheil an der Weltre-gierung zugeschrieben werden könne. Er vermag dieseAeußerung nicht mehr zu vergessen. Als eine »Versün-digung gegen Gott,« als eine »Lästerung« glaubter sie mir aufrechnen zu müssen. Und ich meine, biblischstehe doch die Wahrheit meiner Bemerkung fest; oder war