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da der Apostel sagt,« erklärte das Concil, »die Erkennt-niß bläht auf, die Liebe aber erbaut, so ist essehr gottlos zu glauben, daß wir zu Dem, was auf-bläht, nicht aber zu Dem, was erbaut, die GnadeChristi hätten, da doch beides ein Geschenk Gottes ist, sowohl,daß wir wissen, was wir thun müssen, als daß wir es lie-ben, um es zu thun, damit, wo die Liebe erbaut, dasWissen nicht aufblähen könne.« — Eben so wurde auch dieAnsicht als Pclagianismus verdammt, »daß die Gnade nur dieVollbringung Dessen, was auch ohnesie vollbracht werdenkönne, erleichtere.« Dieser Ansicht wurde entgegengesetzt,daß Christus nicht sage: »Ohne mich könnt ihr schwereretwas thun; sondern ohne mich könnt ihr nichts thun!« ^(S. Neander in dem angef. Bande S. 832.)
- Kurz, die Pelagianer lehrten: 1) »Es habe die SündeAdams nur ihm selbst geschadet; seinen Nachkommen nicht,es wäre denn durch das gegebene Beispiel. 2) Die böseLust, die unsrer Natur inncwohne, sey nicht die Sünde,und es brauche sich ihrer Niemand zu schämen. 3) Auchnach dem Fall liege es in des natürlichen Menschen Frei-heit und Vermögen, sich selbst, ohne dazu eines gött-lichen Einflusses benöthigt zu seyn, zur Gottesebenbildlich-keit hinanzubilden. 4) An das Verdienst unsrer Werkesey das Wohlgefallen Gottes und die ewige Seligkeit alsan ihre einzige Bedingung geknüpft.« — — Nun trittPaniel auf und preiflt Gott dafür, daß es der neuerenZeit zu Begriff gekommen sey, daß Christus auch das Pe-lagianische d. h. Christo direct Widersprechendegelehrct habe! — — Läßt sich in einem wüsten TraumeAbsurderes zusammen phantasircn, als dieser Einfall einesvon allen Gedanken verlassenen Mannes dasteht! —
Und was für klägliche Begriffe von der Natur desGlaubens verräth der Mann, wenn er das »Pelagia-nische« in Vergleich mit jenem das »Schwerere«nennt! Gibt er sich damit doch als einen Menschen blos.