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das leere Schein ding von Tugend firniß anzueignen,welches Paniel, im grellsten Widerspruche mit der ganzenheiligen Schrift, als Gott genügend und die Selig-keit bedingend, zu bezeichnen die Stirne hat! Diepanielsche »Gerechtigkeit« ist keine andere, als die-jenige, von dem schon der Prophet Jesaias geweissagt hat:»Ihr Spinnewebe taugt nich t zu Kleidern, undihr Gewirke taugt nicht zur Decke; denn ihrWerk ist Mühe. Sie kennen den Weg des Frie-dens nicht u. f. w.« (Ies. 59. 6. 8.)
I». Die Heilsorbnung.
Nach der paniclschen Dogmatik ist's nur, trotz Joh.3, 5, eine strafliche Verkennung und Herabwürdi-gung der menschlichen Natur, wenn man behauptenwill, es müsse jeder Mensch, um auf den Himmel hoffenzu dürfen, »eine gänzliche moralische Wiederge-burt und Erneuerung durch den heiligen Geist«erleiden. — (S. 107. 131 u. a. a. O.) Ihm ist der Menschso zerrüttet und verdorben nicht; ihm hat er moralischeKraft die Fülle, um ohne solch Wunder göttlicher Re-generation den Anforderungen Gottes an ihn vollkom-men genüge zu thun. So verneint er, was der Herrvom Himmel mit einem »Wahrlich, wahrlich!«betheuert, daß »ohne Wiedergeburt kein Menschzum Reiche Gottes eingehen könne.« >— Er schüt-telt negirend zu den apostolischen Aussprüchen den Kopf,daß durch die Erfüllung des Si tten gesetzes kein Fleischvor Gott gerecht werden könne (Röm. 3, 20. 8, 3—8.)Es ist ihm eine Thorheit, daß »ohne Jesus« Niemandim Stande seyn solle, etwas »Gutes zu thun«, undJesus bezeugt's Joh. 15, 5 doch ausdrücklich: es sey esNiemand. >— Das paulinische: Nicht, daß wir tüchtigsind, von uns selber, etwas zu denken, als von