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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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in wiefern, wenn der Begriff der Bürgschaft beseitigtwerde, nur mit einigem Sinne noch gesagt werden könne:»Wir erachten, daß, so Einer für (ss^ep-anstatt)Alle gestorben ist, so sind sie Alle gestorben (2.Cor. 5, 14). Hier lag es ihm ob, bei Worten, wie 2. Cor.5, 1921: »Gott rechnete ihnen (den Sündern) ihre

Sünden nicht zu; machte aber den, der von

keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde, aufdaß wir würden in ihm die Gerechtigkeit Gottes,«thatsachliche Belege zu liefern, daß man seiner Exegesemit Unrecht den Norwurf einer schülerhaften undunlauter» mache. Statt dessen aber bietet Paniel nurunmotivirte Verneinungen, ja spöttelnde Tiraden, und dasbie Stellen, wo es sich umWahrheiten handelt, in denen,als in den theuersten Lehrschatzcn der Kirche, die Glaubigenaller Zeiten ihren einigen Trost im Leben und im Sterben

fanden!

In derselben leichtfertigen Weise, wie die Stellver-tretungslehre beseitigt wird, weisst Panicl auch diejenigevon der »Rechtfertigung« durch den Glauben von sich.Daß ich in einer meiner Predigten sagte, »aus demGrunde, um Gott dadurch zu versöhnen, habe derMensch nichts mehr zu erfüllen,« das wird mir und derKirche S. 120, abermals ohne Argumentation, als Irr-thum angerechnet. Paniel glaubt also trotz Col. 2, 10.Hebr. 10, 114 u. a. keine in Christo vollendete Ver-söhnung. Von einer in dem Gehorsam des Mittlers dar-gestellten, und den Glaubigen zugerechneten Gerechtig-keit mag er vollends nicht hören. Er läßt die Versöhnungder Sünder mit Gott auf diesen selbst als ihre eigeneAufgabe und Pflicht beruhen. Wer nicht Manns genugist, die Heiligkeit, womit er im göttlichen Gericht bestehe,vermittelst eigener Tugendübungen herbeizuschaffen,für den weiß seine Lehre nicht weiter Rath noch Aussicht.Uebrigens kostet's auch nicht eben Gut und Blut, um sich