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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
Entstehung
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nach dem Princip der neuen und desjenigen nach demPrincip der alten Natur verstanden werden. Sofernnun aber in der Schrift von allen durch den heiligen Geistnoch nicht neugebildeten Menschen gesagt wird, sie seyen»Fleisch« (in welchem nichts Gutes wohnt. Rom. 7, 18.)oder »fleischlich« und »thuend den Willen des Flei-sches und der Vernunft« (Ephes. 2, 3), so wird auchdadurch wieder so unzweideutig, als möglich, nicht alleindie Allgemeinheit der Sünde ausgesprochen, sonderndiese Sünde auch als Erb- und Gattungszustand dar-gestellt.

9) Mit dem »Fleische« dem Wesen nach gleichbe-deutend ist der , der alte Mensch(Rom. 6, 6), der doch alt nur heißt in Bezug auf Ge-burt, Angestammtheit und Adams Fall, und der,weil er »ausgezogen,« »abgelegt,« »gekreuzigt«und »getödtet« werden soll, als grundschlecht undradical verdorben bezeichnet wird. Es bildet dieser alteMensch den Gegensatz des »neuen Menschen,« unterwelchem das durch den Geist gewirkte innere Leben verstan-den wird, und ist überall nichts anders, als die ange-born e sittlich verkommene menschliche Natur, als dieSünde , oder die sünd lich e, und die einzelnenSünden gebührende Potenz, welche nach Rom. 7, auchehe noch das Bewußtsein des Gesetzes erwacht, schon imMenschen vorhanden ist; und welche die Lust nicht sel-ber ist, aber sie aus sich erzeugt, beim Herzutritt des G e-setzes als Feindschaft wider das Gesetz sich offen-bart, und in ihrer weiteren Entwickelung als das frucht-bare Saatkorn alles Bösen sich zu erkennen gibt.

19) Ephes. 2, 3 heißen alle Menschen »Kinder desZ orns« (d. i. fluchwürdige) voll Natur (</ff <7Lt). Nunsehe der Pelagianismus der von keiner Sündhaftigkeitwissen will, als von derjenigen, die jedes Individuumfrei in sich erzeugte, und von keiner V erd a mmli ch keit