Menschen,« und des durch den heiligen Geist ins Daseingerufenen, und zu einem Leben des Glaubens und der Liebegeschaffenen »neuen Menschen.« Allerdings hat(Fleisch) hcbr. IZnsur auch eine rein anthropologischeBedeutung, wie in dem Spruche: »Das Wort wardFleisch;« doch schließt es dann immer den Nebenbegriffder Hinfälligkeit und Schwache des moralischen Or-ganismus mit in sich. Es bezeichnet auch wol die phy-sische materielle Seite, die äußere leibliche Gegenwart, unddie in die Sinne fallende Erscheinung des Menschen.(Rom. 2, 28. 2 Cor. 5, 16 u. a.) In den mehrstcn Stel-len aber ist die von Gott losgetrennte, in Selbst-sucht verderbte menschliche Natur, die aus sich selbst sowenig etwas wahrhaft Gutes hervorzubringen vermag, daßsie vielmehr nur der allein durch Gottes Geist zu überwäl-tigende »immer strömende Quell der Sünde ist.« >— Es ge-hört in der That eine große Oberflächlichkeit und Uukennt-kenntniß der Schrift dazu, um unter nur, wie es denRationalismus gelüstet, die »Sinnlichkeit« verstehen zuwollen.— Sind die »Weisen nach dem Fleisch«(lCor.1, 26.) materialistische Epicuräer, Rehabilitatoren des Flei-sches im modernen Sinne; >— oder versteht Paulus unterihnen nicht vielmehr Philosophen, die auf die Theoremeihres verblendeten und vcrderbten Sinnes sich ver-lassend, Gott, Seinem Wort, und Seiner Gnade den Rü-cken kehren? — Sind es in Genußsucht versunkene Liberti-ner und Scnsualksten, welche der Apostel Col. 2, 18. alsSolche richtet, die da aufgeblasen in ihrem fleisch-lichen Sinn, nur dem Fleische lebten, und ihm Ge-nüge thäten? (V. 23.) Es sind im Gegentheil Spiritualistcn,die »in Geistlichkeit der Engel cinhergchen,« einerstrengen auf Ertödtun g der Sinnlichkeit berechnetenRegel folgen; ja in »Nich tv ersch o nun g ihresLeibes»(V. 23.) ihre Heiligkeit suchen, — und somit nach pelagi-anischem Princip als eben auf der rechten Tugend-
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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242
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