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mehr dem Menschen das Ebenbild Gottes zuge-schrieben.« Wir fragen, wo? Paniel antwortet: »1.Cor. 11, 7 und Jac. 3, 9.« — Wir wollen sehen. — Dieerstere Stelle heißt: »Der Mann aber soll das Hauptnicht bedecken; denn er ist Gottes Bild und Ehre;das Weib aber ist des Mannes Ehre.« — Das»er ist Gottes Bild« soll also nach Paniels Meinungvon der anerschaffenen sittlichen Gottesebenbildlich-keit verstanden werden. Aber so würde aus diesem pau-linischen Spruche ja gefolgert werden müssen, daß dasWeibmach dem Bilde Gottes nicht geschaffen wordensey; und wird sich mein Gegner einer solchen Ansichtbequemen wollen? Kurz, der ganze Zusammenhang laßtkeine andere Deutung jener Stelle zu, als daß in ihr derMann nur insofern Gottes Bild genannt wird,als er, nicht allein der zuerst und immediat Erschaffene(V. 8), noch auch blos derjenige ist, um derentwillendas Weib erschaffen wurde (V. ö), sondern mehr noch alsder zur Herrschaft Berufene (V. 3), und in diesemCharakter relativer Weise als Gottes Gleichniß und Reprä-sentant dasteht. — Auch auf die andere Stelle Jac. 3, 7 leidetdas wieder seine volle Anwendung, was wir vorhin über1. Mos. 9, 6 bemerkten. — »Jesu s« — so wird nun weiterargumentirt, »schreibt ihnen (den Menschen, wie sie ge-genwartig sind) auch die Fähigkeit zur Tugend zu;die Apostel nicht minder. Selbst der Nichtchristbesitzt dieKraft zur Tugend;« und für diese gewagteBehauptung werden nun 14 Schriftstellen allegirt, mit derenmehrsten mir's ähnlichcrweise ergangen ist, wie kürzlich einemReferenten in der Ev. K. Z. mit den, in einer der panicl-schen geistig verwandten, in der Hamburger Streitsache er-schienen Schrift, citirten sogenannten Beweisstellen. — Auchich habe geglaubt, jenen Citaten im Druckfehlerverzeich-nis! wieder begegnen zu müssen; aber dort sie nicht gefunden.Der erste loous ist Matth. 5, 48: »Darum sollt ihr