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Jugend auf.« — Ich frage Jeden, in welcher Weisedas angeerbte G rund v erd er b en des menschlichenHerzens doch wohl stärker ausgedrückt werden könnte,als es hier geschieht, und bitte wohl zu bemerken, daß derHerr solchen Ausspruch nach der Sündflut h thut, dadie corrumpirte Masse mit ihrer verpestenden Atmosphärenicht mehr existirte, und das Menschengeschlecht in der ge-retteten gottesfürchtigen Familie gleichsam einen neuenAnfang nahm. Ich sage freilich: gleichsam; denn auchdie Noachidcn waren Kinder des gefallenen Adams, undzeugten, wie Adam, (1. Mos. 5, 3) Kinder, die »ihremBilde ahnlich waren.« — Ps. 58, 4 heißt's: »DieGottlosen sind verkehrt von Geburt an.« — Nun,das eben behaupten wir ja! — Sprüchw. 20, 9: »Werkann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen, undlauter von meiner Sünde?« Wir geben die Antwort,die Salomo erwartet: »Keiner!« — Was aber in allerWelt bezweckt mein Gegner mit solchen Stellen? — Pred.Sal. 7, 20: »Denn es ist kein Mensch so gerechtauf Erden; der Gutes thue und nicht sündige.«
— Wir stimmen zu: nicht Einer! — Jes. 48, 8 sprichtder Herr zu Israel: »Ich wußte wohl, daß du vonMutterleibe an ein Uebertreter genannt bist.«
— Man denke: »von Mutterleibe an!« — Sieht esnicht fast so aus, als wäre Paniel plötzlich vcrurtheilt,wider Wissen und Wollen gegen seinen eigenen Irr-thum die Lanze einzulegen? — Hiob 14, 4 steht geschrie-ben: »Wer will Einen Reinen finden, bei denen,da Keiner rein ist?«—Ich versichere, daß mein Gegnerselbst es ist, der auch auf diesen Ausspruch unsre Blickehinlenkt. — 1.Kön.8, 46 lesen wir: »Denn es ist keinMensch, der nicht sündigt.« — Man sieht, wir sollender Mühe überhoben werden, die Beweisstellen für dasallgemeine Grundverdcrbcn des menschlichen Geschlechteszusammenzusuchen. — Schade, daß Paniel nicht zur Ver-