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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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genügende Opfer für uns dargebracht hat. — Ich sage:»Der Zeit nach erduldete Er nicht ewige Verdammniß,«und würde mich näher über die Wahl dieser meiner Aus-drucksweise erklaren, wenn ich es nicht in meinen Gegnernmit Geistern zu thun hatte, Angesichts deren in die hei-mlichsten Geheimnisse des Lebens Jesu tiefer einzugehen, unsdurch ein bekanntes Wort des Herrn ausdrücklich verbo-ten ist. Ich erinnere nur daran, daß das Schreckliche ei-nes ewigen Leidens nicht sowohl inderobjectivenEnd-losigkeit des Leidens selbst, als vielmehr in dem subjccti-ven Wissen um dieselbe, also in der Hoffnungslosig-keit besteht, und daß darum, wer nur einen Momentdie Verdammniß als eine ewige fühlte, wirklich ewigeVerdammn iß geschmeckt hat. Ich mahne dann an dasmessianische Wort Ps. 69, 16.: »Errette mich, daß dasLoch der Grube nicht über mir zusammengehe!«so wie an das geheimnißvolle, tieferschütternde: »Eli, Eli,lama sabachthani,« des sterbenden Mittlers; muß aberdann den kaum gehob'nen Borhang eiligst wieder fallenlassen, indem es hier in Wahrheit weder an der Zeit nocham Orte ist, ein Heiligthum zu entschleiern, von dessenPforte in Gottesschrift das „?rooul prolllni!" den Unge-weihten entgegenleuchtet! >—

Utes Argument: »Jesus hat für die Sünden allerMenschen eine vollkommene Genugthuung ge-leistet; und doch soll a uf d er an d e rn Seitedie Beseligung der einzelnen Menschen vondem Glauben an das Verdienst Christi abhän-gen, und jeder Ni chtch rist verdammt werden.«

Allerdings lehren wir im Einklänge mit der Schriftund dem Bekenntnisse der wahren Kirche aller Jahrhunderte,daß das Verdienst Christi zur Erlösung aller Menschenüberschwanglich hinreichend wäre; aber eben so fest hal-ten wir an dem Worte des Herrn: »Wer den Sohn

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