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da lebet, und glaubet an Mich, der wird nim-mermehr sterben. — Glaubst du das? (Ioh. 11, 26.)Der Heimgang der Gläubigen ist kein Tod mehr. Deralte »Schreckenskönig« ist für sie entwaffnet und überwun-den. Die zeitweilige Trennung des Leibes und des Gei-stes, welche allerdings auch sie erfahren, ist ihnen als er-ster Act göttlicher Aufhebung des durch die Sünde einge-tretenen Mißverhältnisses zwischen Seele und Leib noth-wendig und heilsam. Aber Paniel'n ist das: »Chri-stus ist mein Leben, und Sterben ist mein Ge-winn« eine verschloß'ne Hieroglyphe! —
Illtes Argument: »Eben so wird ewige Verdamm-niß als eine Folge der Erbsünde angegeben.Christus litt aber als Stellvertreter blosden Tod; nach der Erbsündentheorie hätteer folglich nothwendig sich auch der ewigenVerdammniß unterwerfen müssen.«
Nach einer gewissen scholastischen Ab- und Aus-m essungstheorie allerdings ; nicht aber nach der unsri-gcn. — Wir fassen in dem Versöhnwerke Christi mehrdas qualitative und ethische Element in's Auge, alsdas quantitative und arithmetische. Wir bleibengläubig bei den Worten Röm. 3, 25. 26. stehen: »Wel-chen (Christum) Gott hat vorgestellet zu einemGnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut,zum Beweise seiner Gerechtigkeit, wegen derNachsicht mit den Sünden, welche vorhin gescha-hen unter göttlicher Geduld; zum Beweise sei-ner Gerechtigkeit in jetziger Zeit: auf daß er ge-recht sey, und gerecht mache den, der da ist desGlaubens an Jesum;« und wissen nach der Schrift,daß Christus, obwol Er der Zeit nach ewige Strafe frei-lich nicht für uns erduldete, nichts desto weniger das Gottwohlgefällige, und der göttlichen Gerechtigkeit vollkommen