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8tes Argument! »Auch der leibliche Tod soll eineStrafe der Erbsünde seyn; allein die Men-schen sind ja zur ewigen Seligkeit geschaf-fen, und müssen also sterben.« —
Laßt sich etwas Elenderes denken, als dieser Einwurf ist?Ein nur in den ersten Elementen der Christenlehre unterwie-senes Kind wird Neigung spüren, sich in die Seele eines»Dogmatikers« hinein zu schämen, der mit solcher Miserevon Einwand sich an's Licht wagt. — Allerdings ist derTod »der Sünde Sold« (Rom. 8, 23). Allerdingswaren die ersten Menschen nicht geschaffen, daß sie stür-ben. »Welches Tages du von diesem Baume is-sest, hieß es, wirst du des Todes sterben.« <—(1 Mos. 2, 18.) — »Aber sie waren ja berufen, in denHimmel einzugehen; wie bringt Ihr sie denn nur ohneTod von der Erde weg?« — Antwort: »durch Verwand-lung, durch Verklarung ohne Tod, durch Ueber-klcidung statt durch Entkleidung.« Mein Gegner lesedoch, was 1. Cor. 15, 51. und 1. Thess. 4, 17. geschriebensteht. — Sie waren hinaufgenommen worden die Menschen,wie Henoch, hinauf, wie Elias. Wie liegt aber dem en-gen, trüben Gesichtskreise des Rationalismus eine solcheIdee so fern; wie muß er es jeden Augenblick verrathen,daß er in der Bibel nicht zu Hause ist!
9tes Argument: »Durch die Versöhnung sollen alleStrafen der Erbsünde vertilgt worden seyn;allein dann müßte auch der Tod, der gleich-falls eine Folge der Erbsünde seyn soll,gleichfalls mit aufgehoben worden seyn.«In der That, es kostet nicht geringe Selbstüberwin-dung, sich auf die Widerlegung solcher wahrhaft kindi-sch en Objectioncn einzulassen. Unbezwcifelt ist der Tod durchdie Erlösung aufgehoben. »Tod wo ist dein Sta-chel? Hölle, wo istdein Sieg? (1. Cor. 15, 55) »Wer