Ausgeburt einer »scholastischen The o l ogie«, sondernein im Worte Gottes alten und neuen Testamentes aus-drücklich und unzweideutig geoffenbartes Geheimniß sey,und dieser Anforderung ist entsprochen worden. Wernun wie Paniel eine Mehrheit der Hypostasenin dem einigen Gotte leugnet, der bezeichnet sichals einen Abfälligen von dem innersten Grundedes ganzen biblischen Christenthums; der sagtsich von dem Bekenn tnisse der christli chen Kirchealler Zeiten los; den kann keine der bestehendenKirchen zu ihren Gliedern, geschweige denn zuihren Vertretern und Predigern zahlen. Er ge-hört der Sekte der Unitarier an, oder ist Kryp-topanth eist, und muß so lange für einen unred-lichen Mann gehalten werden, als er noch mitRuhe den Pricsterrock der Gemeine tragen kann,deren heiligste Grundlage er verläugnet, derenhöchsten Schatz er mit Füßen tritt.
IZ. Die .Gehre von der Sünde
In Paniels Ansicht von der Person Christi ist auchsein Verhältniß zu dem Artikel von der Sünde schon ge-geben. — Er bedarf zu deren Aufhebung und Tilgungkeines gottmcnschli chen Mittlers. — Ein neuer Ge-setzgeber ist ihm genug. — Nach dessen Moralgebotenentsündigt, heiligt und beseligt der Mensch sich sel-ber. — Ueber die »Erbsündenlehre« spricht Paniel baldhöhnisch, bald ergrimmt. Er erklärt sie wieder für einen»Wahn« einer »unwissenschaftlichen Scholastik.« — Erschilt, was noch kein Theologe vor ihm gewagt, die inder theologischen Replik für jene Lehre citirtcn gewichtigenSchriftstellen, wie Röm. 5. u. s. w., erbärmliche Be-weise, mit deren specieller Widerlegung er sichgar nicht aufhalten wolle, (sehr begreiflich!) und
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