103
des alten Testamentes abgeschafft seyen«, mußfür eine panielsche Marotte erachtet werden. Es hattewenigstens ein unbegründeteres »Fündlein« nicht aus derLuft gegriffen werden können, als eben dieses ist. — Pa-niel bemerke doch nur einmal, von wie hoher Bedeutungfür ihn selbst es seyn muß, daß z. B. Paulus 1. Cor.9, 9 und 1. Tim. 5, 18 noch nach wie vor aus dem mo-saischen Sittcngesetze argumentiren darf. >— Rom. 12, 20wird nach Spr. Sal. 25, 21. 22 die Feindesliebe ein-geschärft; V. 19 die Enthaltung von der Selbstrachenach 5. Mos. 32, 35; 1. Cor. 1, 19. 20 die Verlaug-nung des Weisheitsdünkels nach Iesaia 29, 14;
1. Cor. 1, 31. u. 4,6 die Demuth nach Jerem. 9, 23. 24;
2. Cor. 3, 3 die Nothwendigkeit der innern Gesetzes-erfüllung nach Jerem. 31, 31 und Hesek. 11, 19;2. Cor. 6, 16 die hohe Aufgabe ein Tempel Gottes zu wer-den nach 3. Mos. 26, 11. 12; V. 17 das Ausgehen ausder Gemeinschaft der Ungläubigen nach Iesaia 52, 11;
2. Cor. 9, 7 eine fröhliche Wohlthätigkeit gegen Be-dürftige nach Spr. Sal. 22, 9 nach den Alex.; Eph. 4, 26die Enthaltung von einem sündlichen Zorn nach Ps.4, 5; Eph. 6, 2. 3 die kindliche Liebe zu Vater undMutter nach 2. Mos. 20, 12; 1. Petr. 1, 16 die Hei-ligkeit des ganzen Wandels, wie Gott heilig ist, nach
3. Mos. 11, 44; 1. Petr. 2, 5 die geistliche Priester-schaft nach Iesaia 61, 6; 1. Petr. 4, 8 eine nachsichts-volle Bruderliebe nach Sp. 10, 12. u. a.; 1. Petr. 5, 7.unbedingtes Gottvertrauen nach Ps. 55, 23; Hebr. 5, 5 diegläubige Geduld nach Spr. Sal. 3, 11. 12; Jac. 2,9die Gerechtigkeit im Gericht nach 3. Mos. 19,15; Jac.
4. 11 Enthaltung von lieblosen Urtheilen über denNächsten nach 2. Mos. 20, 16. — Doch was bedarf esweiterer Zeugnisse wider eine Behauptung, deren Nichtigkeitsich Jeder selbst schon im flüchtigsten Ucberblick aus denapostolischen Schriften herauslies't. Wären die »sittlichen