werden. — 1. Tim. 4, 1—8 deutet er noch näher an,was er wenigstens hier bei den »un geistlichen undaltvettelischen Fabeln« verstehe. Er spricht von gleiß-nerischen Lügenrednern, die mit Lehren der Teufel kommen,und den Glaubigen d. i. den wahren Christen verbie-ten würden, ehelich zu werden, und mit allerlei Spei-severboten sie behelligen würden. Er fordert den Timo-theus auf, vor solchen Verirrungen zu warnen, und sichdadurch als einen guten Diener Christi zu erweisen, der inden Worten des Glaubens und der guten Lehre(»Weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt«) auf-erzogen sey. — Die gute und gesunde Schriftlehre unddie menschlichersonnenen heillosen Satzungen sind also dieGegensätze, und nicht wird, wie Paniel zu behaupten sicherkühnt, — der Inhalt des neutestamentlichen und der desalttcstamentlichen Schriftwortes in Contraposition gesetzt. —Jene Gegensätze treten auch wieder 2. Tim. 4, 3 u. 4hervor, und Tit. 1, 9— 15 liegt es vollends auf derHand, daß bei den »jüdischen Fabeln und Gebotenvon Menschen« nur an ein Gemengscl pharisäisch-cere-monieller und judäistisch-theosophistischer Theoreme, Aufsätzeund Träumereien zu denken ist, womit falsche Brüder »ausder Beschneidung«, die nur zum Schein den Mantel desChristenthums umhingen, das letztere zu verunstalten, jamitunter gar die Christen zum Abfall zu verführen, undzu Proselyten ihrer Sekten und Schulen zu machen suchten.'— Nur dem ärgsten Unglauben kann es einfallen, in die»Fabeln«, welche der Apostel so entschieden perhorrescirt,ohne Umstände — das »alte Testament« verpacken zuwollen. Nur die äußerste Unwissenheit kann auf denGedanken gerathen, die »Geschlechtsregister«, vordenen der Apostel warnt, seyen nicht die gnostisch-theoso-phischen Lehren von den progressiven Meldungen derendlichen Dinge aus dem Unendlichen, sondern die genealo-gischen Stamm- und Familien-Verzeichnisse in Israel habe
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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102
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