diese Wirksamkeit des heiligen Geistes auch auf jeden ein-zelnen historischen und didaktischen Theil des alten Testa-mentes, oder gar auf die Abfassung der Schriften selbst aus-gedehnt wissen wollen.« >— (Man bemerke hier wieder dieunlautere, sophistisch berechnete Ausdrucksweise Pa-niels, vermittelst deren er sich für den bereits vorausge-witterten Zeitpunkt der eintretenden Annihilation seinerbodenlosen Thesen Raum für die lacherliche Ausrede offenzu halten sucht: er habe nur behauptet, daß die Apostelnicht jedes einzelne Buch und Capitel des alten Te-stamentes namentlich bezeichnet, und singulkllim für in-spirirt erklart hatten, und in dieser Behauptung sey ernicht durch Nachweisung eines vollständigen Inäox Ubrorumgpprobalorum in den apostolischen Schriften widerlegt wor-den!) »Noch wichtiger aber,« fahrt Paniel fort, »istdies, daß Jesus und die Apostel die alttestamentlichen Offen-barungen blos als Einleitungen zur christlichen Offenbarungbetrachteten. (Nun, wenn auch; resultirte denn daraus, daßdiese Einleitungen nicht göttliche, nicht göttlich inspi-rirte waren?) und sie sich daher für berechtigt hielten, nichtblos den äußerlichen Gottesdienst des Mosaismus, sondernauch die Gottes- Tugend- und Gnadcnmittellehre des altenTestamentes abzuschaffen.« >— Die letztere Meinung vonder »Abschaffung :c.« ist bereits in ihrer ganzen Er-bärmlichkeit herausgetreten. — Es handelt sich jetzt nurnoch darum, was die Apostel von dem ganzen Inbegriffeder Schriften des alten T.estamentes gehalten haben,und gehalten wissen wollen. >—
Wer die Evangelien, die Apostelgeschichte, und die apo-stolischen Sendschreiben auch nur einmal obenhin durchflogenhat, der wird sich des bestimmtesten Eindrucks nicht habenerwehren können, daß die Apostel durchgehends die Offen-barungen Christi nur als die Krone oder die erschlossneBlüthe und gereifte Frucht eines erhabenen Wunderbaumsbetrachten, der, vom Himmel herab, in der bekannten para-