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So wäre denn auch die panielsche Meinung alseine unbegründete abgewiesen, nach welcher »laut aposto-lischer Lehre die alttestamentliche Religion« absolutabgeschafft und aufgehoben, und von Christo einewesentlich neue gestiftet worden sey.« — Es hat sichunwiderleglich herausgestellt, daß abgeschafft nur dasCeremonial- und Schattenwesen des alten Testamen-tes wurde, weil der, den es vorgebildet, erschienenist. '— Daß aber im Uebrigen die religiösen Wahr-heiten des alten Testamentes im Neuen ihrer unverkürztenGesammtheit nach als göttliche Offenbarung neu bestä-tigt, und nicht etwa berichtigt, sondern nur weiter ent-wickelt, und vollständiger entfaltet werden, das steht ebenso fest, als daß die beiden Bündnisse des Gesetzes undder Gnade nach den Aussprüchcn Christi und der Apostel,nach wie vor in voller Geltung fortbestehen; nur daßdiejenigen, die des Glaubens an Christum sind,dem Zwang und Fluch des erstern auf immer ent-nommen wurden, und der Bund der Gnade nicht mehrnur in der Verheißung erst, sondern in historischer, that-sächlich gegebener Begründung nunmehr vorhanden ist. —Gehen wir jetzt zur Erörterung der Frage über, wel-ches Ansehen die Apostel den alttestamentli ch en Ur-kunden zuerkennen. — Wir wissen bereits, wie gernePaniel auch in diesem Bezüge die heiligen Apostel zuComplicen seines Unglaubens machen möchte; aber rich-ten werden die Apostel ihn, statt vertreten, und ihn desAbfalls von ihrem Glauben zeihen. — Panielläßt sich Seite 99 über die Glaubens-Stellung der Apostelzu den Urkunden des alten Testamentes, wie folgt, verneh-men: »Die Apostel sahen im alten Testamente zwar denInbegriff der ihren Vätern zu Theil gewordenen gött-lichen Offenbarungen (soll heißen: für sie, die Apostel selbst,hatten sie das Ansehn solcher Offenbarungen nichtmehr); allein es läßt sich keinesweges beweisen, daß sie