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auf das »bessere Testament«, den besseren Bund be-zogen, so ist es auch von diesem wahr, daß er »aufbesseren Verheißungen« stehe, als der mosaische Gesetzes-bund; denn daß dieser den Gegensatz des durch Christumvermittelten Bundes bilde, erhellt unverkennbar aus dem9. und 19. Verse unsres Capitels. Das Gesetz gebietetund fordert, jedoch, ohne Hülfe, Beistand und Kraft desLebens zu verheißen. Seine bedingten Verheißungenhat allerdings auch das Gesetz. Es spricht: »Thue das,so wirst du leben!« Es übertreffen aber die Verheißun-gen des Gnadenbundes an Herrlichkeit auch diese. DasGesetz verheißt den Gehorchenden keine göttliche Bewah-rung zur Seligkeit, keine göttliche Kindschaft imevangelischen Sinne des Worts, kein Christo Einver-leibetwerden, kein Miterben, und Mitherrschenmit Christo, kein Geliebtsein vom Vater, in gleichemMaße, wie der Sohn, Christus, selbst von Ihm geliebtwird, und was das Gesetz verheißt, wird im Gesetzes-bunde nimmer erlangt; weil denselben Niemand halt, undNiemand ihn zu halten mehr im Stande ist. (Gal. 3,21.) Undwas das Pri esterth um des Tcmp els v orb ildet, vermages selbst nicht zu gewahren; denn »es kann mit einerleijahrlichen Opfern, so sie bestandig darbringen, nimmermehrdie Herzunahcndcn vollkommen machen.« (Hebräer 10, 1.)Aus diesem Grunde sagt nun der Apostel Vers 7: jenes»erste«, er verstehe nun darunter das levitische Priester-thum oder den Gesetzesbund, sey nicht »untadelig« ge-wesen; denn wäre es das gewesen, d. h. hätte es zur Ver-söhnung und Beseligung der Sünder ausgereicht, sowürde es Bestand gehabt haben, und würde nicht für »einanderes Testament« oder einen andern Bund, nem-lich den durch das Opfer des bessern Hohenpriesters ver-mittelten, haben Raum gesucht werden müssen. Der Apostelcitirt nun zu weiterer Begründung seiner Deduction dieprophetische Stelle Jerem. 31, 31: »Tadelnd«, beginnt