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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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Amt, (nicht die »jüdische Religion«) ist aufgehoben.— Dieses Ausdrucks bedient sich jedoch der Apostel nicht,sondern er nennt das Gesetzesamt, das die Verdammnißpredigt, , ein aufhörendes, und zum

Zeugniß, daß jenes Amt nicht absolut abrogirt sey, nimmter selbst keinen Anstand, dasselbe Solchen gegenüber, diedie Gerechtigkeit in Christo nicht suchen, sondern durcheigene Werke selig werden wollen, mit allem Nachdruck gel-tend zu machen, indem er ihnen Gal. 3,10 auf das kraftigsteeinschärft: Verfluchtsey Jedermann, der nicht blei-bet in alle dem, das geschrieben steht im Buchedes Gesetzes, daß er's thue.« Sobald er die Galaterwieder als in Christo sich denken kann, wird er solcheSprache zu ihnen nicht mehr führen, sondern ihnen bezeu-gen: Ihr seyd, ob ihr gleich persönlich dem Gesetzenicht vollkommenen Gehorsam leistetet, vor Gott gerecht undunverdammlich!« Alsdann hört das A m t des Buchstabenswieder auf. — Wäre Alles in Christo, so dürfte Keinersich unterfangen, jenes Amts noch ferner wahrzunehmen, in-dem es dann zu seinem absoluten Ziel und Ende gekommenwäre. Paniel aber will den Apostel sagen lassen, daß manauch Leuten, die die Gnade und Gerechtigkeit des Evangeliumsverwerfen, und im eignen Gesetzeswerk ihr Heil begründenwollen, nicht mehr mit Moses zu eröffnen berechtigt sey, daßsie das ganze Gesetz zu halten hätten, falls sie dem Flucheentrinnen möchten. Seltsamer Mißverstand!— Nein, denUngläubigen gegenüber behält das Amt Mosis noch im-mer die volle ü'vKcc (Majestät) einer göttlichen Institution.Wer sich zu Christo bekehrt, (V. 16.) den darf jenes Amtnicht mehr in Anspruch nehmen; es »hörete auf« für ihn.

»Der ganze Hebräerbrief«, argumentirt Pa-niel S. 99 weiter, »beschäftigt sich damit, dieVorzüge des Christenthums vor dem Juden thu mdarzustellen.«- Wem, erwiedre ich, kann es in denSinn kommen, diese Vorzüge zu läugncn oder gar zu