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den Gehorsam zu erleichtern, heischt und fordert, unddie nicht Gehorchenden schilt, und ihnen den Tod dräut.Dies steht unzweideutig da; aber wo findet sich die apo-stolische Erklärung, »Mvsis Gesetz habe keine Geltungmehr?« Ein gesundes Auge sieht hier nur das Eineausgesprochen, daß durch Mosis Gesetz keine Selig-keit zu erlangen sey; wie so gar etwas Anderes abersoll nach Paniel's diktatorischem Dccrete dieses Wort be-weisen! Nichts mehr, als jene, dient Paniel'n die Stelle2 Cor. 3, 11, obgleich er versichert (S. 99) »hier sage Pau-lus ausdrücklich, daß die vorher (?) als weit niedriger be-zeichnete jüdische Religion aufgehoben werden solle.« —Wir wollen hören. Paulus sagt: »So das Klarheit hatte(nämlich das Amt des nackten Gesetzes) das da aufhö-ret? (rch Xttfttg/chltkr'oi/), vielmehr wird in Klarheit ste-hen, das da bleibet.« — In diesen Worten findet nunPaniel den Sinn: »Das mosaische Gesetz ist gänz-lich abgeschafft.« Wie kann man nur den Muth ge-winnen, mit solcher Deutung an das Licht zu treten! —Das »Amt des Buchstabens« will Paulus sagen, »daskeine andere Mission hat, als mit dem: Thue das, sowirst du leben!« an das Geschöpf heranzutreten, denaber, der es nicht thut, zu verurtheilen, und zu ver-dammen, »das hört auf.« >— Dieses Amt »kam dazu,oder zwischenein, damit die Sünde erkannt würde.«(Gal. 3, 19.) Das Gesetz, als zwangsweis' fordern-der, tödtender und verdammender Buchstabe er-reichte insofern in Christo seine Endschaft und sein Ziel,als dieser demselben stellvertretend Genüge that, und es denSeinigen in's Herz schreibt. — »Christus ist des Ge-setzes Ende. Wer an ihn glaubt, der ist gerecht. (Röm.10, 4.)« '— Für den, der in Christo ist, hat jenes Ver-dammniß predigende Amt in dieser Eigenschaft ces-sirt. Wäre die ganze Welt in Christo zu denken, sokönnte man allerdings ohne Einschränkung sagen: Jenes