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wiederholt als »heilig,« »recht,« »gut« und »geist-lich« bezeichnet wird, redet der Apostel nur von den beidengeistlichen Ständen, in deren ersterem man durch dasEvangelium innerlich von dem Zwang und Fluch jenesGesetzes frei geworden ist; in deren anderm man sich abernoch, bei getrübtem Glaubensblick, unter dem Zwangund der Drohung des Gesetzes fühlt, und durch einepersönliche Erfüllung desselben wenigstens theilweise seinSeligwerdcn bedingt glaubt. — Bon »Abschaffung« desalten Testamentes ist hier durchaus nicht die Rede. >— DieStellen Gal. 3, 9. 14. 19 — 29 beweisen nichts, als dieScichtigkeit des Mannes, der sie citirte, und welcherapostolische Aussprüche, die einzig nur die Unthunlich-keit des Gerechtwerdens durch eigene Gesetzeserfüllunglehren, von Abolition des mosaischen Gesetzeszu verstehen im Stande ist. — Gal. 5, 18: »Regieret euchaber der Geist, so seyd ihr nicht unter dem Gesetz« wird dochwohl, wenn es Panieln nicht etwa gelüstet, das Wortantino mistisch zu deuten, nichts anders heißen können,als: »Wenn euch der heilige Geist, der Geist der Liebetreibt, seyd ihr von des Gesetzes Zwang und Fluch befreit.«
— Wie das Wort Gal. 6, 15: »Denn in Christo gilt wederBcschneidung noch Borhaut etwas, sondern eine neue Crea-tur!« mit unter die panielschen Beweise für die »abro-girte jüdische — nicht Liturgie und Typik, sondern —»Religion« hineingerathcn ist, bleibt vollends ein Räthsel.
— Etwas mehr Schein haben die beiden Stellen Gal. 4,3 und 9, in deren ersterer der Apostel den galatischen Chri-sten schreibt: »Also auch wir, da wir Kinder waren, warenwir dienstbar unter den weltlichen Anfängen« (Ele-menten); und in deren anderer er ihnen zuruft: »Nun ihraber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seyd,wie wendet ihr denn wieder um zu den schwachen und dürf-tigen Anfängen, welchen ihr von neuem an dienen wollt?
— Es fragt sich hier, was der Apostel unter den
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