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bens sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham«(V. 9.) »Die Verheißungen sind schon dem Abraham undseinem Samen zugesagt.« (Gal. 3, 16.) Abraham kanntealso bereits die evangelische Gnadenlehre und ruhtein ihr. »Ich sage aber dieses, fährt der Apostel fort: dasTestament, das von Gott zuvor bestätigt ist
auf Christum, wird nicht aufgehoben von dem nachvierhundert und dreißig Jahren entstandenen Gesetz, also,daß die Verheißung sollte aufhören. (Gal. 3, 17.) »Wassoll nun aber das Gesetz?« Trat etwa mit ihm eine andereHeilsordnung für Israel ein? — Mit Nichten! »Es ist da-zu gekommen, um der Ucbertrctungen willen, bis derSame (Christus V. 16) käme u. s. w.« (3, 19.) Eswar also den Jsraelitcn der rechte evangelische Heils-weg, wenn auch in geringerer Klarheit, wohl bekannt;»aber sie haben größtentheils die Gerechtigkeit nicht ausdem Glauben, sondern, als aus den Werken des Gesetzesgesucht.« — Aus welchem Grunde? Weil sie um den Glau-bensweg nicht wußten? — Nein; »sie haben sich gestoßenan den Stein des Anlaufens« d. i. an Christus und seinVerdienst. (Röm. 9, 36—33.)
So wäre denn nun auch dem wunderlichen Wahnemeines Gegners, als sey durch die Lehre der Apostel diealttestamentliche Religion ohne weiteres abgeschafft,durch das unzweideutige Schriftwort sein Recht geschehen,und es bliebe jetzt nur noch übrig, auch die für jene Mei-nung Seite 99 von ihm citirten apostolischen Aus-sprüche einer näheren Beleuchtung zu unterziehen. Wirwerden uns überzeugen, daß dieselben nichts mehr für ihnbeweisen, als die vorhin schon geprüften sogenannten Belege,die er aus den Reden Jesu selber entlehnen wollte. — Apostel-gesch. 15,1 handelt sich's ausschließlich um die Entbindung derChristen von dem jüdischen Ceremonialgcsetz. >— Römer 7,1—16, wo beiläufig bemerkt, das m osaisch e Sitten gesetz