die Urkunden des alten Testamentes in ihrer Gesammt-heit, für Gottes Wort erklärt, und ihnen zugleich dieAutorität einer noch immer geltenden Richtschnurdes Glaubens und des Lebens feierlichst zuerkennt?— Eine seltsame Behauptung meines Gegners ist es, daß»nur diejenigen alttestamentlichen Stellen als GottesWort, und als auch für jetzt noch gültig anzusehenseyen, die Jesus ausdrücklich als »Gotteswort«bezeichne und bestätige.« (S. 99 u. 191.) — Nun, Er be-zeichnet ja, wie wir schon vernommen haben »Moscn unddie Propheten« also die gesammte Schrift als GottesWort; aber diese summarische Bestätigung bleibt fürmeinen Gegner ohne Werth, indem die Ehre seiner,der Panielschen Anerkennung dem alten Testamente nuretwa dadurch hätte gewonnen werden können, daß Chri-stus das vollständige Bücher- und Capitelvcrzeichniß deshebr. Canons namentlich aufgeführt, und jedem ein-zelnen Stücke und Stücklein desselben seine ausdrücklicheApprobation ertheilt und zugesprochen hätte. Was läßt sich >Kindischeres und zugleich An maßlicheres denken,als die Aufstellung einer solchen Lonclitio sins ciua non!Es bestätigt übrigens Christus die Bücher Mosis aus-drücklich, indem er Joh. 5, 46. 47. Glauben für sie for-dert, und ihnen damit unverkennbar die Dignität un-trüglicher Schriften beimißt. — Luc. 24, 44 legt Je-sus seinen Jüngern neben Moses und den Propheten auchdie Psalmen aus, und leitet sie damit an, auch dieseso nach wie vor als vom heiligen Geiste eingegeben anzu-sehen. Matth. 22, 43 hören wir ihn sagen, David habeihn (Christum) im 119. Psalme durch den Geist einenHerrn genannt. — Redete nun David blos in dieserStelle durch den heiligen Geist, und etwa nur inden wenigen andern noch, die Jesus sonst »ausdrücklichwiederholt«? In diesem Falle, dünkt mich, hätte Jesusnothwendig diejenigen Psalmen namentlich bezeichnen
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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