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wirkliche Begebenheit, zu erkennen, nichts Anderes anzu-fangen weiß, als daß er sie in den Sack der »Mythen«näht, und sie ins Meer der Aufklarung versenkt, wo esam tiefsten ist. — So möge dieser Renegat denn zusehen,wie er sich, nicht mit Paulus nur, sondern auch mit Christoauseinandersetze. Doch freilich machen hier diese Menschennicht viel Federlesens. Entweder lassen sie auch an Jesuein gut Stück nationaler Befangenheit und Bornirtheithangen, oder sie bezüchtigen den Herrn der Herrlichkeitmit frecher Stirn der schmählichsten Anbequemung andie superstitiöscn Phantasien seiner Zeitgenossen! —
Unbegreiflich ist es, wie Paniel S. 99 behauptenkann: »Christus habe nicht den ganzen Inhaltdes alten Testamentes für göttlich geoffen-bart gehalten.« Christus sagt Joh. 5, 37 — 39: »DerVater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeuget.Aber sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihrglaubet dem nicht, den er gesandt hat. Suchet (studiret)in der Schrift (ohne Einschränkung r«s denn
ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darin, und sie ist es,die von mir zeuget.« — Matth. 11, 13 spricht er: »AllePropheten und das Gesetz haben geweissagt, bis aufJohannen:;« und wir wissen, daß Christo das(Weissagen) nichts Anderes ist, als ein Reden aus gött-licher Offenbarung. — Der Ausdruck »Moses unddie Propheten« bezeichnet anerkanntermaßen den Inbe-griff der sämmtlichen alttestamentlichen Urkunden; Luc. 16,29—31 läßt nun der Herr dem Manne »in der Pein undQual« auf seine Bitte um eine Geistererscheinung für seineBrüder, zu deren Erschütterung und Erweckung, durch Abra-ham den Bescheid ertheilen: »Sie haben Moses und diePropheten; laß sie dieselbigen hören. Hören sie Mosenund die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben,ob Jemand von den Todten auferstände.« Was kann nunaber augenfälliger zu Tage liegen, als daß Christus hier