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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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und er sah ihn, und freuete sich.« (Joh. 8, 56) Zoh. 5,46 spricht der Herr: »Wenn ihr Mosi glaubtet, so glaub-tet ihr auch mir, denn er hat von mir geschrieben.«Moses also wußte ebenfalls von Christo, und ruhete inIhm. Den Propheten war Christus, wie der Centralpunktihrer Offenbarungen, so ihrer persönlichen Hoffnungen Kernund Stern; ja die Erleuchteten in Israel alle »grüßtendie Verheißung von ferne,« und wurden selig, wie wirselig werden, aus Gnaden, durch den Glauben an deneinigen Mittler, den Gott senden wollte. (Matth. 13, 17.)So hat Christus, was im alten Testamente nur erst inden Keimen vorhanden war, zur vollen Entwickelunggebracht; was in der V e rh e i ß u n g erst, verwirklicht undbesiegelt. Daß Er aber, wie Paniel will, die »alteReligion abgeschafft« und eine »neue gestiftet« habe, istein roher Gedanke, der die oberflächlichste Anschauung vonden heiligen Schriften zu seinem Grunde hat, und vonnichts Anderm zeugt, als von der ganzlichen Unfähigkeitdes Mannes, den erhabenen Gottesplan in der AnlageSeines Offenbarungstempels auch nur zu ahnen.

Wie Christus den Lehren des alten Testamentes ihrgöttliches Ansehen vindicirt, so bestätigt er auf's ausdrück-lichste auch dessen Geschichte. Nicht allein, daß er denmosaischen Erzählungen von der Sündfluth und derArche Noah's das bekräftigende Siegel aufdrückt; (Luc.17, 26, 27). Er beglaubigt eben so bestimmt und un-zweideutig die Geschichten vom Feuer-und Schwefel-regen über Sodom und Gomorra, (V. 29) von LotsWeibe, (V. 32) von der Erscheinung Jehovas imbrennenden Busch, (Luc. 26, 37) vom Manna inder Wüste, (Joh. 6, 58) von Jonas Wundererlebniß(Matth. 12, 46) u. s. w. Geschichten, mit welchen frei-lich ein Mann, der ein Hohngelächter darüber aufschlägt,daß ich im Stande sey, in einer »Legende«, wie die vonder Speisung des Propheten durch unvernünftige Raben eine