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für das Leben, hat es durchaus nicht mehr.« — (S. 103)So Paniel. — Wir erlauben uns, hier schon einzuwen-den, daß uns doch z. B. der Weg eines Abraham imneuen Testamente wiederholt als derjenige bezeichnet werde,den auch wir zu wandeln hatten, wenn wir das zukünftigeWaterland finden wollten. Aber Panicl bleibt dabei: »Wasauch das alte Testament den Juden gewesen seyn mag,uns Christen ist es keineswegs mehr Richtschnur desGlaubens und des Lebens.« (S. 100) »Freilich,« fahrter fort, »haben die Offenbarungen des alten Testamentes,in Bezug auf die eigentlichen Religionswahrhei-tcn doch noch in so weit Geltung, als Christus undseine Apostel dieselben wiederholt und bestätigt ha-ben.« (S. 100 u. 101.) — Wie, fragt mein Leser stutzend,so hat jetzt das alte Testament mit einem Male theilwcisewenigstens wieder Geltung, wahrend es doch so ebennoch hieß, es habe solche mit Nichten mehr, sondern es seyvon Christo abgeschafft? Oder war unter dem, was keine Gül-tigkeit mehr haben sollte, nur das temporäre theokratisch-bür-gerliche, und das prophetisch-typische Ceremonial-Gesetz desalten Testaments gemeint? — Man möchte sich geneigt füh-len, es zu denken; aber man dächte es ohne allen Grund. —Ausdrücklich behauptete ja unser Gegner vorhin »das ganzealte Testament sey durchgehendes nicht mehr normativ füruns, sondern als eine wesentlich andere Religion, denn diechristliche, durch diese verdrängt und völlig abgethan.« >—Scheint hier nun ein Widerspruch obzuwalten, so ist dieserscheinbare Widerspruch offenbar berechnet, und soll nurzu einer Hinterpforte dienen, durch welche, ginge irgendwie Noth an Mann, vielleicht mit heiler Haut noch zu ent-wischen wäre. Aber diese Rechnung dürfte sich als eine fal-sche erweisen. Hat sich doch Paniel an den andern Ortenzu unzweideutig als einen Solchen selbst bezeichnet, demdas alte Testament eben nur ein menschlich Buch ist, vonIrrthümern, Abgeschmacktheiten und Mythen wimmelnd,