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unerhörten, gottlosen und in der That des Fluches wür-digen Lästerung begegnet wird. —
So stellt sich's denn schon heraus, was Paniel vondem alten Testamente hält. Es ist ihm das Product einesfinstern, mythenbildenden Aberglaubens, und eines hierar-chisch-particularistischcn Fanatismus. Und wo es doch nichtgrade in dieser Qualität sich darstellt, da gilt es ihmimmer doch nur einem menschlichen Erzeugnisse gleich, kei-ner göttlichen Offenbarung; und einem Erzeug-nisse obendrein, das nicht selten, wie »im Hohenlieds,«der ungeistlichsten Natur sey, und von Wahn und bor-nirtem Irrthum strotze. Denn Christus hat die alttesta-mentliche »Religion« nicht etwa nur vollendet und er-füllt, sondern »abgeschafft und abrogirt«. (S. 15)Ist etwas Gutes und Wahres in dem Buche; (viel kannes nicht seyn, indem selbst das Moralgesctz der zehn Ge-bote, trotz der geistlichen Ausdeutung, die ihm schon imPentatcuche selber wird, nur für rohe, ungebändigte Men-schen gegeben war (S. 100) so sind es theils »Vorschriftender Frömmigkeit, die an und für sich schon gültig sind«(S. 103) (soll heißen: die schon ohnehin in dem allge-meinen vernünftigen Bewußtsein aller Menschen liegen;)theils »einige prophetische Hinweisungen auf den Messias,die wenigstens Jesus als wahre Weissagungen, als prophe-tische Offenbarungen auf den Messias, geltend machte.«(S. 98) »Uebrigens ist nicht blos der äußerliche Gottes-dienst des Mosaismus, sondern auch die Gottes-, Tugend-und Gnadenmittellehre des alten Testamentes abgeschafft«(S. 103). »Wohl kann uns auch das alte Testament (beialle dem!) für unsre Erleuchtung und Besserung noch viel-fach nützlich seyn, und ist uns wegen der allmäligen Ent-wickelung der Menschheit, ihrer Erziehung für ein heiligesGottesrcich, und wegen seiner Hinweisungen auf den zu-künftigen Heiland der Welt von besonderer Wichtigkeit.Aber normatives Ansehen für den Glauben sowol, als