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nem vorbildenden und typischen Theile nur den Glaubenin Anspruch nahm, das verlangt keinen Glauben? —Mit welchem Ausdruck soll man solche Behauptungen be-zeichnen? Mit welchem Namen den Mann, der ein Gesetz,das die ganze Schrift als den reinen Ausfluß der gött-lichen Heiligkeit anerkennt, so herabzuwürdigen sich erfrecht,ja mit Füßen zu treten den rasenden Muth hat?
Christus selbst bezeichnet als die »Summe« und denHauptinhalt jenes Gesetzes, das: »Du sollst Gott lie-ben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, ausallen Kräften, und deinen Nächsten als dichselbst.« Und ein so erhabenes, die vollkommenste Heilig-keit und Gottangemefsenheit des ganzen Menschen in An-spruch nehmendes Gesetz, gilt meinem Gegner für über-ständig und futil! — Es werde ihm nicht angerechnet! —Weiß doch der Mann nicht, was er spricht und thut.Denke sich nun übrigens Paniel unter dem »wahrenMoralgesetz,« was er will, jedenfalls kennt er eine ineigenem Thun erwirkte Gerechtigkeit, die vor Gott be-steht, und den Grund unsrer Annahme bei Gott und unsrerewigen Beseligung bildet. Paulus weiß von einer solchendurch den gefallenen Menschen aufgerichteten Gerechtigkeitnichts. — Paulus sagt Gal. 3, 21: Wenn ein Gesetzgegeben wäre, das da könnte lebendig machen(das Leben geben), so käme die Gerechtigkeit wahr-haftig aus dem Gesetz. — Es ist also nach PauliDafürhalten kein Gesetz gegeben, aus dem, oder durchdessen Erfüllung die (vor Gott geltende) Gerechtigkeitzu erzielen wäre. — Das mosaische Sittengesetz ist einsolches nicht. — Das levitische Ceremonialgesetz ist ein sol-ches nicht. — Das von Christo selbst weiter ausgedeuteteMoralgesetz ist ein solches nicht. Es gibt demnach kein Ge-setz, das den, der, wie eifrig immer, sich darauf einläßt,und seine Vollbringung anstrebt, vor Gott rechtfertigen undselig machen kann.— »Die Schrift« (eben das geschrie-