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ist kein Zweifel unter den Exegetcn (?), daß unter denen,die mit des Gesetzes Werken umgehen, nur eben jene hart-nackigen AnHanger des Gesetzes, also die wahren und ärg-sten Feinde des Christenthums verstanden sind. Diese hart-nackig jüdisch Gesinnten bleiben dem Verdammungsur-theil, von welchem Christus sie erlösen wollte, unterworfen.«— So mein Gegner. Auch diese Deutung werde einmal zu-gegeben, so ist's ja offenbar, daß Paniel hier selbst den Apo-stel diejenigen dem Fluche in schärfster Wortbedeutung zu-sprechen laßt, die seinen, des Apostels Glauben, nichttheilen mögen! Uebrigens ist die Panielsche Erklärungjenes Ausspruchs absolut unhaltbar. Wollte wirklich derApostel nichts anderes sagen, als: »wer an der Beschnei-dung u. s. w. haften bleibe, verscherze die Seligkeit inChristo«; wie paßte zu seinen Worten dann der ernsteNachsatz: »Denn es steht geschrieben: Verfluchtsey Jedermann, der nicht bleibet in alle dem,das geschrieben steht im Buche des Gesetzes, daßer's thue.« — Nach Paniel's Anschauung bliebendie so hart getadelten Leute ja im Buche des Gesetzes,und thaten des Gesetzes Werke, das nach seiner Mei-nung, Paulus im Auge hat: des Ceremonialgesetzes nemlich.So müßte denn in Gcmäßheit jenes Schriftworts Segenüber die Galatcr kommen; aber statt Segens wird ihnender Fluch verkündet! — Da sitzen wir auf der Klippe! —O wehe über eine solche Exegese! — Der von Paulo ci-tirte Schriftausspruch: »Verflucht sey Jedermann« u. s. w.steht 5 Mos. 27, 26, nachdem dem Volke nicht das Cere-monial- sondern das ewige Moral- und Sittengesetzvorgehalten worden ist; und jeder verständige Exegct siehtmit mir ein, daß der Apostel Gal. 3, 10 sagen will: »Werdurch die Erfüllung des göttlichen Moralgesetzes seligwerden will, der ist unter dem Fluch, weil er es nichthalten kann. Es steht aber geschrieben: »Wer es nichthält, der ist verflucht!« (vergl. Röm. 3, 19 — 24 u. A.)