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und Früchte des Geistes« seyen! — Und auf diese ganzallgemeinen Paränesen gründet Paniel nun seine ganzeHypothese von dem wieder aufgegriffenen Heidenthumunter den galatischen Christen! Kann man sich eines unver-zeihlichem exegetischen Verfahrens schuldig machen, als esuns hier wiederum vor Augen liegt? >—
Wir haben hier indeß dem Manne noch ein Bedeuten-deres vorzurücken, als die so unlautere und luftige Argu-mentation, die wir eben beleuchteten. Es ist dies ncm-lich der listig verlarvte Absprung von seinen frühern Be-hauptungen auf andere, wesentlich modisicirte und gemilderte,durch welchen er die entschiedene Niederlage, die er mit denersteren erlitten, zu verdecken sucht. — Er behauptete nem-lich früher, wie schon erwähnt, (Sonnt. Pred. paZ. 52 u.53) »es hatten ehemals heidnische Glieder der galatischenGemeine ihre heidnischen Lehren und armseligen heidni-schen Fabeln mit denen des Christenthums vermischt, unddie Lehre von der christlichen Freiheit gemißbraucht, umsich jenen schandlichen Lastern zu überlassen, welche bei demGötzendienst der Heiden gebräuchlich waren.« — Nachdemihm das völlig Ungegründete solcher Anklage nachgewiesenist, spricht er jetzt (U. B. paA. 58) unendlich unbestimmterund allgemeiner nur von »einem Gelüste nach kaum ver-lassenen heidnischen Genüssen und heidnischen Flei-schessünden«; fragt dann: »Sollten deren keine unter dengalatischen Christen vorgekommen seyn?« und beantwortetsich diese Frage selbst mit einem: »Es wäre unglaublich!«— Ferner bemerkt er, wie er von den kleinasiatischen Kir-chenvätern vernommen habe, daß die Galater einem sehrrohen Volk entsprossen seyen; (was soll denn das beweisen?)und gibt sich, wassdas Aergste ist, die Miene, als hätteer je und je eben nur von einzelnen heidnischen Ge-lüsten und Fleischessünden unter den Galatern ge-sprochen; nie aber von Menschen in der Gemeine geredet,»die die Absicht gehabt hätten, armselige Fabeln