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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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Seite
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daß ich oft, des Kampfes gegen eine so perfide Theologievon Herzen überdrüssig, die Feder von mir werfen,und den Mann sich selber überlassen möchte? Doch ichschreibe um des Mannes willen nicht. Zum Arg. 3 be-merke ich, daß in die Corinthergemeine sich allerdingswieder Heidnisches eingeschlichen hatte; in die Ephesier-gemeine vielleicht nicht minder. Folgt daraus nun aber,daß die Galatergemcinen in dieselbe Kategorie zu setzenseyen? »Allerdings« erwiedert Paniel. »Weil dort,darum auch hier!« So springen seine »krgo's« wie cliiex maollmu ins Leben. Was wird sein pädagogischer Men-tor zu solcher Logik sagen? Arg. 4 citirt Paniel 4Stellen des Galaterbriefes, woraus mit Evidenz erhellensoll, daß die galatischen Christen wirklich wieder wie inarmselige Fabeln der heidnischen Lehre«, (Sonnt. Pred. 53)so in »schandliche götzendienerische Laster (ebendas. S. 52)zurück gefallen seyen.« > Die allegirten Sprüche findensich sämmtlich in den Schlußcapiteln benannten Briefes, wiedenn überhaupt die apostolischen Sendschreiben stets mitallgemeinen Ermahnungen zu schließen pflegen. Läßtsich'sder geneigte Leser nicht verdrießen, jene Stellen nachzu-schlagen, so wird er finden, daß der Apostel in der ersternderselben etwaigen Mißverstandnissen seiner vorhergegan-genen Ermunterungen zur evangelischen Freiheit, durchdie Bemerkung vorbeugt, es dürfe die Freiheit demFleische nicht Anlaß geben. > In dem zweiten Worte,Cap. 5, 16 ruft Paulus den Galatern zu: »Wandelt imGeiste, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht voll-bringen!« In dem dritten, Cap. 6, 7. 8 sagt er: »wasder Mensch säe, werde er ernten: Verderben von derFleisches-, von der Geistessaat das Leben.« In dem viertenund letzten, Cap. 5, 1921, (denn ein angeführtes fünftesDictum, nämlich Cap. 6, 1923 hätte Herr Dr. Panielin der apostolischen Epistel erst nachzutragen!) setzt Paulusden Galatern auseinander, was »Früchte des Fleisches

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