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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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wesen seyn; und endlich wird sehr gut bemerkt, daß es mit5, 10 in Widerspruch stehen würde, wiefern es eine vomApostel selbst verhängte Strafe wäre; dort aber nur auf diegöttliche Strafe, die des Verführers warte, hingewiesenwerde. Wir bleiben daher bei der zuerst gegebenenAuffassung u. f. w.« So Rückert; und auch ihnentblödet sich Paniel nicht, den Genossen seiner Meinung

beizuzählen! Ich frage Jeden, ob er sich enthalten

kann, sich in die Seele eines Mannes hinein zu schämen,der nur noch vermittelst solcher Gaukeleien und plumpenIllusionen zum Zweck zu kommen weiß?!

Es würde mir nicht schwer seyn, die Zahl derjenigentheologischen Notabilitäten, die meine Erklärung des apo-stolischen Anathcmas als die einzig zulässige bestätigen,noch um ein Bedeutendes zu vermehren. Den Theo-phylact könnte ich nennen (Lnniinliones in omnos ?nulilkpist. 6ol. 1532), der in dem Anathema nichts anderes, alseine kxeernlio, eine Fluchverkündigung zu erkennen weiß.Luthers Erklärung der bezüglichen Stelle ist bekannt: »Soist nun dies St. Pauli Meinung: Mir wäre lieber, daß ichund andere, und wenn es auch ein Engel vom Himmel wäre,müßten ewig verflucht und von Gott gebannet undabgesondert seyn, denn daß wir ein ander Evangelium pre-digen sollten u. s. w.« (Ausl. des Gal. Br. Walch'scheAusg. Halle 1757 png. 52.) ?olus Szmops. Lrilie. Band5 zum Gal. Br. wird »Anathema« mnleäiotus, oxeernbilis(verflucht) übersetzt. (Koinnrus). Fz-eMus blxpl. op. nck6nl. Ilnlno 1546 puZ. 11 läßt Paulum sagen, »daß dieLehre, nach welcher es in des Menschen Macht stehe, durchWerke seine Sünden zu versühncn, und die Seligkeit zuerwerben, nicht einer einfachen Strafe, sondern des Ana-thema d. i. einer ewigen Vertilgung und Verwerfungwürdig sey.« Bugenhagen (^nnot. in epist. 6n1.):»Hier werden auf das Bestimmteste alle diejenigen ver-dammt, oder doch als von Gott verdammt bezeichnet,