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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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als wen und was der Apostel einen Verkehrer jener Lehreperhorrescirt wissen wolle.

Doch am grandiosesten tritt die Effronterie meinesGegners da heraus, wo er es wagt, neben Wahl (!)auch Winer, Usteri und Rückert als Solche zu bezeich-nen, die meiner Deutung von Gal. 1, 3. widersprachen.Es wöge allerdings etwas, wenn Manner, die, wie diese,was Wenigstens das grammatische Moment der Exegeseanbelangt, auf der Höhe dieser Wissenschaft stehen,wider mich zeugten. Aber wie zeugen sie? Man höre!Winer übersetzt in seinem Commcntar zum Gal. Briefedie Worte «ncnlxzk« eorw: »vir>Z illo clevalus osto!«

also mit einer Redensart, wie er eine stärkere nicht wäh-len konnte, und die keine gelindere Deutung zuläßt, als:der sey verflucht; und fügt dann bei der Interpretationder Stelle selbst hinzu: Richtig erklart Hesychios dasWort Anathema durch (verflucht); Cyrill durch:

»o crnch F-xoö Usteri in seinem Commentar

läßt sich zu der fraglichen Stelle also vernehmen: » Es ent-spricht das Wort (Anathema) dem hebräischen Ullerom,womit dasjenige bezeichnet wird, was mit einem Fluchbelegt worden ist, durch welchen es menschlichen Händenunantastbar, und der Vernichtung preisgegeben wird, sosehr, daß jede Verschonung oder Verwendung zu andermZwecke als höchst strafwürdig erscheint. Hierauf ruhtnun ohne Zweifel auch die Bedeutung im neuen Testament,auch hier nemlich ist Anathema etwas zur VernichtungBestimmtes und Verfluchtes. Daher ist cknttAx,««eine Verwünschungsformel Gal. 1, 8. 9. 1. Cor. 16,22. und rtvc) (Jemanden ein Anathema

heißen) oder «vttOeztcrr/Atv (Jemanden verfluchen oderverwünschen) 1. Cor. 12, 3. Demnach scheint cki-«S-x,ua-(ein Anathema seyn) so viel zu heißen, als »ein derVernichtung preisgegebener Mensch, ein Verfluchter undVerbannter seyn.« So Usteri, den mein Gegner als