er's der Bibel und aller Vernunft zum Hohn in lächer-lichem Trotze bei sich aus, nichts weniger, als Fluch Ver-kündigungen in sich halten. Es mag Christus selbstein um das andere Mal betheuern, daß »Niemandzum Vater komme, denn durch ihn (Joh. 14, 6.)«;und »wer an ihn nicht glaube, verloren sey, inseinen Sünden sterben, ja in's Feuer geworfenwerde (Joh. 3, 16. 8, 24. 15, 6.);« Paniel steht wieverstockt mit seinem Satze da, daß auch außerhalb der Ge-meinschaft Christi und des Evangeliums die ewige Seligkeitzu finden sey. — Die Apostel mögen's in den stärkstenAusdrucksweisen wiederholen, daß »in keinem Anderndas Heil sey, als in Christo«; daß »verdammt sey, weran ihn nicht glaube«; daß »über einem Solchen der ZornGottes ruhen bleibe« und » die Vertilgung desjenigen harre,der Jesum nicht höre (Apstgesch. 4, 12. 3, 23. Hebr. 10,39. Phil. 3, 19. u. s. w.); Paniel behauptet mit beispiel-loser Unverschämtheit fort, das Evangelium sey nicht ex-clusiv, sondern ftatuire neben sich auch andre Wege nochzum ewigen Leben. Zwar kommt nach Ephes. 5,6. »der ZornGottes über die Kind er des Unglaubens;« zwar »füh-ren, nach I.Petr. 2, 1, die den Herrn verläugnen, dersie erkaufte, eine schnelle Verdammniß über sich; zwartrifft diese Verdammniß nach 2. Petr. 3, 16. auch schondiejenigen, die die ap ostolischen Schriften verdrehen;«aber Paniel bleibt dabei, es werde »Andersdenkendenund Ungläubigen« nirgends, nirgends im N. T. dieewige Verdammniß angedroht. — Zwar schütteln die Apo-stel nach Apstgesch. 18, 6. über diejenigen ihre Kleider aus,die ihren Zeugnissen von Jesu den Glauben versagen, undsprechen: Euer Blut sey über euer Haupt!; zwarsagt Johannes, wer nicht in der Lehre von Christo bleibe,und den Sohn Gottes nicht habe, der habe weder einenGott, noch das Leben (1. Joh. 5, 12, 2. Joh. 9.);zwar werden Alle, denen das Wort vom Kreuze eine
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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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