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selbst zu Gott zu machen. Schon aus diesem Grunde,und noch abgesehen von den sündlichen Affecten, die siebeherrschen, werden im Evangelio Diejenigen hart ver-klagt, welche, statt ihren Nebenmenschen mit küilo//«,.? (mitSegenswünschen) zu begegnen, x«rff^«r über sie auszu-sprechen wagen, d. h. ihnen, wie man zu sagen pflegt,»Böses an den Hals fluchen möchten.« <— Röm. 12, 14spricht Paulus: »Segnet und fluchet nicht (z») x«r«pff<7>Ax)und Matth. 5, 44 spricht der Herr: »Segnet die euchfluchen (r«S ü,««?.) «
So bezeichnet also Anathema im concreten Sinne einenGegenstand, der dem richterlichen Gott als ein Opfer seinerRache, und reif für die göttliche Verstoßung und Verdam-mung dasteht. — Jemanden »Anathema« erklären, heißtihn als einen Menschen bezeichnen, der in seiner gegen-wartigen Beschaffenheit Anderes nichts, als die Ver-dammniß, das heißt: eine ewige Ausschließung von derSeligkeit zu gewärtigen habe, und folglich in dem Sinneverflucht sey, — in welchem man dies Pradicat auchschon solchen Gegenständen beizulegen pflegt, die einem Un-heils-Verhängniß der göttlichen Strafgerechtigkeit nur erstaufbehalten sind, und erst entgegen geh'n. — Geht Gott nunaber executiv gegen den Menschen zu Werke, und läßt dieschwebende Unheilswolke des angedrohten Fluches sich ent-laden, so kann nicht mehr vom Anathema blos die Redeseyn, so ist dieXutaiu hereingebrochen. — Nach dieser Deu-tung tritt nun auch der Begriff wieder an denjenigen seinesStamm- und Wurzelworts ffu«?^,^« nahe heran; denndieses Wort bedeutet: Ich stelle auf! ich exponire, imreligiösen Sinn: ich consecrire, oder ich weihe, davon «uff-Weihegeschenk im guten Sinne, wie Luc. 21, 6:Und da Etliche sagten von dem Tempel, daß er geschmücktwäre mit schönen Steinen und ffu«A,M«o: (Weihegeschen-ken.) '— Anathema bezeichnet dagegen durchgängig nachbiblischem Sprachgebrauch allerdings, wie Cherem, Etwas