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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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thema nicht Fluch oder fluchbeladen heißen könne?Dann dürsten auch die hebräischen Worte und ausdem Grunde nicht Fluch und fluchen bedeuten, weil odern'??? dieselbe Bedeutung habe. Es übersetzen aber die 8ep-tunZinta und alle Exegeten die ersten Worte gleichfalls Fluch,und auch von Paniel wird das unbedenklich gut geheißen.

Paniel spricht es ausdrücklich aus, das alte Testamenthabe für den Begriff des Fluches 4 gleichbedeutendeNamen. Nun frage ich, ob denn das neue Testament über-haupt an Synonymen so arm ist, daß es undenkbar wäre,es seyen solche auch und . Freilich

ist die biblische Synonymik ein Feld, auf dem noch viel zuthun übrig ist, und es wird sich Mancher wundern, daßmein Gegner nicht auch über diesen Gegenstand ein Werkfür die nächste Zukunft versprochen hat. Was bisher fürdie Auffindung der tiefliegenden Begriffsnüanecn in denbeiden Benennungen Anathcma und IVUuru geschehen ist,ist ungenügend. Die meisten Exegeten und Linguisten habensich auf eine nähere Erforschung ihres Sinnes kaum nureingelassen; und was der Eine oder Andere darüber bei-bringt, bleibt mehr oder minder schwankend und dunkel.Bengel, dem vor Vielen ein feines sprachliches Sensoriumzugestanden werden muß, sagt im Unomon zu Gal. 3, 13:xcr?-«a« (mulecliotio) uliuncke iulligitur, unulbemu ullro in-eurritur. (Die kuturu wird positiv verhängt, ins Ana-thema läuft man selbst hinein.) Unverkennbar liegt indiesen Worten wenigstens eine Ahnung des Unterschei-denden in den beiden Sprachformen ausgesprochen. Ana-thema bezeichnet einen des göttlichen Fluches würdigen, fürden Fluch Jehova's gereiften, und diesem Fluche blosge-stcllten Gegenstand; durch das Wort Xutara dagegen wirddie von Seiten Gottes erfolgende Verfluchung selbst,durch das Verbum die mit dem Fluch be-

legende, verfluchende Thätigkeit des richterlichenGottes ausgedrückt. 1 Cor. 16, 22 will Paulus sagen: