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Der scheinheilige Rationalismus vor dem Richterstuhl der h. Schrift : Resumé der Bremer Kirchenfehde
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derer, die wahrend ihres Bestehens nicht zum Spiegelderselben dienen, also die allgemeine menschliche Bestimmung,den Zweck der Weltschöpfung nicht realisiren wollten. Gottheiligt sich an allen denen, in denen er nicht geheiligt wird.Der irdische Untergang alles dessen, was ihm nicht dient,verkündet sein Lob; in den ewigen Qualen der Verdamm-ten, welche durch diesen irdischen Untergang (der Städte w.in Canaan) abgebildet werden, strahlt seine Herrlichkeit.4Mos. 21, 13 erscheint z.B. die Verbannung deutlich alsetwas nicht von menschlicher Willkühr ausgehendes,menschlichen Zwecken dienendes, sondern als ein von Gottbcfohlner Gottesdienst, den Israel als eine um Gottes willenübernommene Aufopferung betrachtet. Grade so 1 Kön. 20,wo der König von Israel, weil er den von Gott ausge-sprochnen Bann über Benhadat, den frechen VerachterGottes, selbst gottlos, nicht ausgeführt hat, dem Untergangegeweiht wird. (Ev. Kz. Jahrg. 1833 u. Christologie Th. 3.)

Die jüdische Bannordnung.

Aber Paulus gebraucht vielleicht das Wort Anathemaweder in der Bedeutung des alttestamentlichen Cherem, nochin der des «vc-S-x.tt« der ZoptnaZintn, sondern als gebornerJude bedient er sich desselben im Sinne des damaligen vul-gären jüdischen Sprachgebrauchs? Unser Gegner wirdzwar nicht müde, in anzüglichster Weise seine Hauptargu-mentation auf das Judenthum unsres Apostels zu stützen;doch dürfte er schwerlich zugeben wollen, daß der ApostelGal. 1 u. s. w. im jüdischen Geiste geredet habe.Denn die damaligen Juden, sagt er (U. B. S. 81) gebrauch-ten das Anathema freilich als eine ordinäre Verwün-schungsformel, und sprachen sie's über sich selbst aus.