13
in einer grauenvollen Formel an gewünscht ward, daßer sich nie mehr von seinem Falle erheben möge.« —42 sagt Weber weiter: »1 Cor. 16, 22 ist die oben ange-führte Stelle, worin dem Anathema das moran Mim zu-gefügt wird.« '— Hier also wird dem Apostel Paulus,dem man ja in einemfort eine Ueberschleppung der phari-säischen Bann- und Fluchformeln ins Christenthum auf-zubürden sich nicht entblödet, nachdem man zuvor soeifrig bemüht war, ihn von dem Vorwurf, als habe erUngläubigen die göttliche Verdammniß angekündigt, zu pu-rificiren, urplötzlich Schuld gegeben, daß er einmal aller-dings eine Vermaledeiung im schrecklichsten Sinne, undzwar über Solche ausgesprochen habe, die den Herrn JesumChristum nicht liebten. — Ja, diesen Leuten habe er, indemer sich des Anathema's mit dem marun »lim gegen sie be-dient, »angewünscht, daß sie sich nie mehr vonihrem Fall erheben möchten.« — Auf das entschie-denste muß ich den Apostel gegen eine Verlästerung ver-wahren, in der nicht mehr seinem Verstände nur, inder seinem Herzen zu nahe getreten, und ihm kurz wegdie Liebe abgesprochen wird. >— Der Verfasser der »Un-vcrholenen Beurtheilung« kommt hier der Wahrheit ungleichnäher, (und wer freute sich nicht, diesen Mann doch end-lich einmal, in irgend einem Punkte der Wahrheit sichannähern zu sehen,) indem er zugibt, Paulus wolle 1Cor. 16, 22 sagen: »Wer Jesum nicht lieb hat, der sollabgesondert und ausgeschlossen seyn vom Antheil an denSegnungen Christi und von der Gemeine, als ein Ver-bannter.« — Ganz recht! Aehnliches, wie Petrus demZauberer Simon eröffnete: »Du wirst weder Theil nochAnfall haben an diesem Worte!« (Apostelgeschichte 8,2)verkündigt hier Paulus allen denen, die den Herrn Jesumnicht lieben.— Nach Pauli Begriffen heißt »ausgeschlossenseyn vom Antheil an den Segnungen Christi«: »von derErlösung und Versöhnung ausgeschlossen, also dem Fluche,