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schlösse der Ausdruck nur den allgemeinen Begriff »desGeringschätzens, des Verachtens in sich.« So müs-sen dieser Art von Exegeten die biblischen Redeweisen einweiches Wachs seyn, dem sie in einem Augenblicke spie-lend die verschiedenartigsten Gepräge aufzudrücken wissen.Für »Verachten« hat die neutestamentliche Sprache einen an-dern Ausdruck. heißt: ich verachte.'—'0 ckS-Lrcilj,l/te, spricht Jesus Joh. 12, 48, r«, k^e-. rär- xylt/oi'r« «ürov. (Wer mich ver-achtet, und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon,der ihn richtet. —) Allerdings wird gegnerischer Seits derRedensart: »Jesum ein Anathema nennen« auch noch ne-benbei die Bedeutung einer »Verwünschung Jesu, alseines falschen Messias, zugestanden.«'—Was ver-steht Paniel unter dieser Verwünschung? Jemandenverwünschen heißt nach allgemeinem Sprachgebrauch : Je-mandem Böses anwünschen. Nach dieser Worterklärunghätte also Paulus Gal. 1, V. 8u. 9 die Jrrlehrer in Gala-tien verwünscht, d.i. im sündlichen Sinne des Wortesdenselben geflucht.'—Aber gegen diese Beschuldigung mußich im Namen des heiligen Apostels feierlichst protestiren.Paulus wünschte jenen Jrrgeistern nichts Böses, sonderner kündete ihnen nur, sofern sie auf ihrer Jrrbahn ver-harreten, im Namen Gottes Böses an. Er wünschteihnen unbezweifelt von Herzen das Beste: die Erleuch-tung durch den heiligen Geist, und den wahren seligmachen-den Glauben an Christum; aber er eröffnete ihnen, daßsie in ihrer gegenwärtigen Stellung unter dem Flucheseyen, und in dieser Richtung des ewigen Lebens verlustiggehen würden. — Paniel aber läßt ihn gradezu »ver-wünschen.« — Wohin geräth doch ein Exeget, dessenAuge nun einmal »ein Schalk« ist, und der sich vonandern Jntressen, als denen der reinen Wahrheitleiten läßt! Wie tappt er in Finsterniß umher, und stol-pert über seine eigenen Füße! — — Genug, die Worte 1