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mich aus deinem Buche (2. Mos. 32, 32. 33.) Die Wortesind also zu fassen als Fürbitte Pauli bei Christo, derkonnte, was er blos zu wünschen vermochte, und inder Form eines Wunsches von und für sich ausspricht.« —Es liegt demnach am Tage, daß bei dem Anathema Rom.9. an eine äußere Ausschließung von der Kirchengcmein-schaft durchaus nicht zu denken ist. Was Paulus bei jenerRedensart im Auge hat, ist unverkennbar eine Ausschlie-ßung von dem Heil in Christo, und somit von der HuldGottes, welche durch alle paulinischen Briefe hindurch alsErgebniß und Frucht des Werkes Christi dargestelltwird. — Paulus hat begehrt, wenn es möglich wäre, stell-vertretend für seine Brüder, und so zu ihrer Rettung demFluch, dem Berdammungsurtheil Gottes zu ver-fallen. Wer einen andern Sinn in die Worte hineinzu-zwängen weiß, vor dem mag sich die Bibel hüten; dennwas wird der sie nicht Alles können sagen lassen. Wernicht glauben kann, nun, der richte, auf seine Gefahr hin,den Apostel, daß er Unsinniges geredet; wolle aberübrigens Paulo gestatten, daß er Paulus sey, und seineWorte unverdreht und unverkümmert lassen.
1 Cor. 12, 3. spricht der Apostel: Niemand, derdurch den Geist Gottes redet, nennt JesumAnathema. — Ich berufe mich auf die in meiner »theo-logischen Replik« bereits gegebene Erklärung dieser Stelle.Meiner dortigen Argumentation wird von der gegnerischenSeite nichts, als die kecke Behauptung entgegengesetzt: eswolle Paulus in jenen Worten nur sagen: »Wer Jesumverachte, und ihn als falschen Messias verwünsche,der könne ohnmöglich unter dem Einfluß des heiligen Gei-stes stehen.« (U. B. S. 81.) Hier also hieße mit einemMale »das Anathema über Jemanden aussprechen« nichtmehr »Jemanden mit dem kleinen Kirchenbannbelegen;« was doch in andern Aeußerungen für dieeinzige Bedeutung dieser Redensart erklärt wird. Hier