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jene Erklärung, wie sie es denn wahrlich thut, auf seinerinnersten Ueberzeugung, so sind wir genöthigt, uns das:»Der sey Anathema!« in einem entsprechendenVerhältniß zu seiner hohen Anschauung von seinem Evan-gelium zu denken, und nichts Geringeres, als eine Ankün-digung göttlichen Fluchs und göttlicher Verdammnißdahinter zu suchen. Es setzte in der That eine seltsameLogik voraus, wenn einerseits mit entschiedenster Gewißheitbetheuert würde, die Lehre die man verkünde, sey nichtmenschlich, sondern des lebendigen Gottes Wort an dieMenschheit über deren höchste und wesentlichste Interessen;und auf der andern Seite würde den Verdachtigern undVerkehrern dieses himmlischen Manifest's doch mehr nicht,als eine blos menschliche Züchtigung angedroht. Schonzur Ehre des Verstandes Pauli vermögen wir nicht an-ders, als, so lange nicht unabweisbare Gründe das Gegen-theil gebieten, hinter dem apostolischen »Anathema!«eine ernstere und schwerere Bedeutung zu vermuthen. —Doch weiß man vielleicht mit Gründen jener Gattung unszu dienen? Vielleicht wird es uns grammatisch und lexica-lisch aufgenöthigt, mit dem geschärfteren Sinne jenes pau-linischen Ausdrucks auch unsre hohe Meinung von der logi-schen Consequenz des Apostels aufzugeben? — Laut wirdbehauptet, daß dem also sey, — und die Argumente, aufdie man trotzt, sind diese. Man sagt: »den Begriff desAnathema über einen menschlichen Kirchenbann hin-auszustcigcrn verbiete, 1) der biblische Sprachge-brauch; 2) die Ordnung des Disciplinarverfah-rens in der jüdischen Kirche; 3) die Bedeutungdes alttestamentlichen Llrorom; 4) der Umstand,daß das N. Testam. für den Begriff des Fluchesein andres Wort besitze; und 5) der ganze Geistdes neuen Testaments.« Es liegt uns ob, diese soge-nannten Beweisthümer naher zu beleuchten.