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Beiträge zur biblischen Geographie
Entstehung
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66 XI. Der tertiäre Kalkstein bei Paris :c.

stalt hohen Kuppeln vergleichbar, oder glockenförmigen Kam-mern, hinführen. Die Höhe dieser Kammern steigt von 20 bis zu30 Fuß, der Durchmesser von 10 oder 12 Fuß bis zu 20 Fußund drüber.... Sie sind alle sehr regelmäßig gehauen; aber vielesind zum Theil eingestürzt, und es ist nicht unmöglich, daß dieGruben selbst durch das Einfallen ahnlicher Kuppeln entstan-den sind. Einige von den Kammern sind entweder nahe am Bo-den oder hoch oben, oder beides zugleich, mit Reihen kleiner Löcheroder Nischen, wie die Löcher in einem Taubenschlage um die ganzeWand herum verziert. — Was konnte wohl der Zweck dieser Höh-len gewesen seyn? Zu Steinbrüchen konnten sie kaum gedienthaben, da der Stein zu Gebäuden nicht hart genug ist.... Oder,wenn es Steinbrüche waren, warum höhlte man sie in einer socigenthümlichen und schwierigen Form aus, da alles sonahe bei der Oberfläche liegt? Die Form an und für sich gleichtder von den unterirdischen Getreidemagazinen in der Umgebungvieler Dörfer jetziger Zeit, und führt natürlich auf den Gedanken,daß auch diese Höhlungen zu Getreidemagazincn bestimmt gewesenseyn mögen. Aber ihre große Zahl und der Umstand, daß sie miteinander zusammenhangen, verträgt sich nicht mit einer solchen Hy-pothese. Ich vermag das Räthsel nicht zu lösen, und die ähnlichenAushöhlungen, welche wir spater sahen, dienen nur dazu, die ganzeSache noch unerklärlicher zu machen."

In demH „kreidigen Kalkstein" von Weit Djibnn fandRobinson Gruppen von Höhlen. „Diese bestehen," sagt er, „haupt-sächlich aus glockenförmigen von oben erhellten Kuppeln, ob-gleich einige bloß hohe gewölbte, in der Felsenwand ausgehöhlteund vorn ganz offene Kammern sind. Der Felsen ist hier weicherund sehr viele von den Kuppeln sind eingestürzt."

Am südlichen Ende desselben Berges „war eine andere Reihevon ungeheuren Aushöhlungen." „Mit mehreren Lichtern," erzähltRobinson, „schritten wir durch einen engen Gang und befanden unsin einem dunklen Labyrinth von Gallerien und Gemächern, alle ausdem Felsen gehauen und durch die Eingeweide des Berges verbreitet.Hier waren einige kupp eiförmige Kammern wie vorhin, anderewaren weite Räume mit Dachern von Säulen getragen, die ausdem Felsen beim Aushöhlen stehn geblieben und alle dem Anscheinnach ohne Ordnung oder Plan durch Gänge mit einander verbun-den." Andere Kammern „haben auch die Gestalt von hohen Kup-peln, etwa 20 Fuß im Durchmesser und 20 bis 30 Fuß hoch."

3) Ebendas. S. 661 - 663,