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Beiträge zur biblischen Geographie
Entstehung
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XI. Der tertiäre Kalkstein bei Paris undder Kalkstein des westl- Palästina.

Prokesch reiste vom Karmel nach Caesarea am Mittelmeere. Aufdiesem Wege fand er südlich von Athlit „eine Menge alter Brunnenund in den Felsgrund abgeteufter Kornmagazinc. Dieselben gleichen,schreibt er, an Form den Amphoren und antiken Krügen, worinman Oel oder andere Flüssigkeiten bewahrte. Sie haben einenrunden verhaltnißmaßigen schmalen Hals von 2 bis 4 Fuß imDurchmesser und bauchen sich dann auf 4V und mehr Fuß aus')."

Der Karmel gehört zur Kreideformation; Kreide und kreidigerKalkstein dürsten, wie sich aus Zusammenstellung vieler Angabender Reisenden ergiebt, in Palastina, wie in der Wüste von ArabiaPetraea vorherrschen, vieles erinnert dort an die tertiären Formatio-nen des nördlichen Frankreichs und der Niederlande.

Der Pariser Kalkstein ((lulosirs grossier), welcher mittelbardie Kreide bedeckt, zeigt ein ganz eigenthümliches Vorkommen, anwelches ich durch das von Prokesch Mitgetheilte erinnert wurde.Ich gab von jenem Vorkommen folgende Beschreibung „DerKalkstein bildet (bei Nanterre unweit Paris) ziemlich machtige ho-rizontale Schichten. Die Steinbrüche sind theils Tagebrüche theilsunterirdisch grottenartig. Im horizontalen Kalksteindache dieserGrotten sieht man eine Menge Höhlungen. Sie gleichen Kup-peln, und sind von einer Spanne bis zum Lachter im Durch-messer. Unter solchen Kuppeln trifft man auf dem Boden Letten,

1) Prokesch Reise ins heilige Land. S. 2b.

2) Gcognostische Versuche von Engelbardt und Räumer. !813.S. 94.