52 X Jerusalem.
gräber scheinen ebenfalls dafür zu sprechen, daß diese Graber vonjener Familie herstammen.
2. Die Akra der Syrer.
Robinson sagt°): gegen „die Glaubwürdigkeit von JosephusNachricht" über die Akra lasse sich „einiger Zweifel" erheben. Daserste Buch der Makkabäer beschreibe „diese Festung, wie wenn sieauf dem Berge Zion gelegen ^) hatte." Ich muß hiergegen aus dievon mir gegebene Beweisführung weisend) daß jene Akra, auchnach dem Buche der Makkabaer, nicht auf dem Zion lag. Es isthier nicht der Ort, meine Beweise in extenso zu wiederholen, nurdies will ich anführen. Die Syrer hatten die Akra 2K Jahrelang inne, nicht ein einziges Mal wurden sie in dieser Zeit von denJuden aus derselben herausgeworfen, selbst nicht vom siegreichenJudas Makkabäus. Als dieser Jerusalem erobert hat „ordnet erManner an, um wider die in der Burg (Akra) zu streiten, bis erdas Heiligthum gereinigt.') Und, heißt es weiter, sie (die Juden) be-festigten zu selbiger Zeit den Berg Zion ringsum mithohen Mauern und festen Thürmen, daß nicht die Heiden wiederkamen und ihn mit Füßen traten, wie sie zuvor gethan." DaßJudas Makkabäus nicht den Berg Zion ringsum befestigen konnte, wenndie Burg mit der ihm feindlichen syrischen Besatzung auf dem-selben Berge Zion lag, ist klar. — Ebenso wird erzahlt: Jona-than Makkabäus habe befohlen, „die Mauern und den Berg Zionringsum zu bauen mit Quadersteinen zur Befestigung." Diesbefahl er aber in derselben Zeit, als König Demetrius sich erbot, denJuden die Akra zu übergeben').
Auch liegt die Frage nahe: wie man doch die Unterstadt habeAkra nennen können, wofern diese Akra in der obern Stadt, aufZion gelegen. Höchst wahrscheinlich stand die syrische Burg aufder südöstlichen Spitze desAkraberges, welche durch die Vereinigungdes Thales Tyropoeon mit dem Thale gebildet wird, das vomjetzigen Damaskusthore südwärts zieht und Akra von Moriah schei-det. Lag die Burg dort, so konnte man von ihr, da sie den Mo-
4) Rod. 2, 47.
5) 1. Makk. 4, 41. 00.k) „Palästina" S. 441.7) I. Makk. 10, II. 32.