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von den Sunden zu erlösen; sollten wir also nichtdie Sünde in allen ihren Gestalten meiden? Erstarb, um uns selig zu machen? könnten wir unsweigern, alle Kräfte anzuspannen und alle Entbeh-rungen zu erdulden, um Andere zu retten? WennIhr etwa meint, daß ich Opfer gebracht oder Müh-seligkeiten erduldet habe, so verführe ich Euch, daßich sie alle vergaß, als ich in der Kirche des h.Grabes war. Aber ach, wie wenig ist von derWirksamkeit des Blutes, welches vom Kreuze ver-gossen ward, hier zu sehen. Der christliche Pilgerdarf das Haus, welches das Grab seines Erlösersdeckt, nicht betreten, ohne sich erst von den Feindenseines Glaubens die Erlaubniß zu erkaufen. Wohldrei Viertel der Einwohner Jerusalems (die Judenund die Muhammedaner) laugnen die Gottheit un-sers Herrn und die versöhnende Kraft Seines Blu-tes, und ich fürchte, daß die übrigen Alle SeineMutter und Seine Jünger mit eben so viel schein-barer Andacht, als Ihn selbst anbeten. Als ich zuGethsemane war, befanden sich so viele bewaffneteTürken an dem Orte, daß ich es nicht für gerathenhielt, zu verweilen. — Ich weine, wenn ich an Ziondenke und auf die Verwüstung Jerusalems schaue,und bin gewiß, auch Sie würden weinen, wennSie sehen könnten, was ich sehe, und ernstlich beten,daß ein neues Psingstfest gefeiert werden möchte.Meine ersten Eindrücke, in Bezug auf die Mission,cntmuthigten mich. Aber ich fühle mich jetzt sehrermuthigt. Wir haben schon 7 V Testamente undPsalter verkauft und mehr als 300 Büchlein ver-theilt, und Missionar Wolf ist Tag und Nachtbeschäftigt, den Juden das Evangelium zu predigenund mit ihren Rabbinen zu disputiren. Wir sindvon Gefahren umringt und zittern bei jedem Schritte.Aber der Herr, unser Heiland, beschützt uns und