rm Qualm im 7(1. Jahr seines Alters. Bei dempomphasten Leichenbegängnisse ward sein Leichnamauf einer goldenen Tragbahre getragen.
II. Jerusalem zur Zeit des neuen Testa-mentes bis zu seiner Zerstörung durchdie Isomer.
Bereits war über Jerusalem die neue Zeithereingebrochen. Der Herr des Weinberges, nach-dem Seine früher von Ihm gesandten Knechte vonden Weingärtnern mißhandelt und gar getödtet wa-ren, hatte Seinen eigenen Sohn gesandt, um dieFrucht des Weinbergs in Empfang zu nehmen; abersie haben Ihn genommen und zum Weinberg hin-ausgestoßen und Ihn getödtet; da schickte der HerrSeine Heere aus und brachte die Bösewichter umund zündete ihre Stadt an. In diesen Gleichniß-worten unsres Heilandes Mathaus 21, 33 ?c. istJerusalem's Geschichte wahrend dieses Zeitraumesgeschildert. Die schreckliche Katastrophe des Unter-ganges der Stadt und des Volkes bereitete sich schonbald nach Herodes Tode vor.
In Herodes Herrschast theilten sich seine dreiSöhne. Wahrend Herodes Antipas Galilaaund Peraa und Philippus Jturaa und Tracho-nitis als Vierfürstcnthümer erhielten (Luc. 3, I),kam Jerusalem sammt dem ganzen Judaa, Jdumaaund Samaria unter das Scepter des EthnarchenArchelaus (Math. 2, 22), der in die blutigen Fuß-tapfen seines Vaters trat. Die Unzufriedenheit imVolke ward immer größer, die hausigen, mörderi-schen Aufstande der Unterthanen konnten nur durchblutige Einmischung der Römer, zuerst unter Sa-binus, der die Säulenhallen des Tempels zerstörte,und dann unter Varus, dem Statthalter von Sy-